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Justin und das Strive CF sind ab jetzt eine der heißesten Kombinationen der Enduro World Series. Foto: Sven Martin

14.01.2016, PROSPORTS Fahrerprofil: Justin Leov

JUSTIN LEOV IM CANYON FACTORY ENDURO TEAM

Das Canyon Factory Enduro Team (CFET) startet mit einem der weltbesten Fahrer in die Enduro World Series (EWS) 2016. Der 31-Jährige Neuseeländer Justin Leov wird zusammen mit Joe Barnes, Ines Thoma und Ludo May um den Weltmeistertitel kämpfen und den Sieg der EWS-Teamwertung verteidigen. Hier gibt es ein kurzes Interview mit dem Neuzugang aus Down Under.

Hi Justin! Erstmal herzlich willkommen im Canyon Factory Enduro Team. Wir freuen uns sehr darüber, Dich an Bord zu haben. Was sind Deine Erwartungen für die kommende Saison und von Deinem neuen Team?

Ich freue mich auf eine tolle Zusammenarbeit und eine Atmosphäre, in der man Rennen gewinnen kann und Spaß dabei hat. Das meine ich genau so, wie ich es sage. Ich möchte mit dem Team zusammenarbeiten und meine Ziele erfüllen. Gleichzeitig möchte ich helfen, die Ziele meiner Teamkollegen zu verwirklichen.

Hast Du denn schon Deine neuen Teamkollegen kennengelernt?

Ja klar, ich habe die Fahrer alle schon kennengelernt. Aber während der Rennen ergibt sich leider nie die Möglichkeit, außerhalb der Team-Bubble Zeit miteinander zu verbringen. Jetzt im neuen Team sieht das natürlich anders aus und ich freue mich schon darauf, mit ihnen gemeinsam Abenteuer zu erleben. Dieses Jahr werden wir gemeinsam viel Rad fahren und eine gute Zeit miteinander verbringen. Ich tue, was ich kann, meinen Kollegen zu helfen, wo es nur geht. Ich freue mich darauf.

Wie gefällt Dir denn Dein neues Bike?

Oh mein Gott, ich liebe das Strive wirklich sehr. Jedes Mal, wenn ich es dastehen sehe, verliebe ich mich neu. Ich bin sehr überzeugt von Enduro-Rennen und jetzt habe ich die beste Grundlage, diese Rennen zu bestreiten. Die zwei Modes machen das Fahren so viel besser. Es ist ein wirkliches Biest im DH Mode und frisst sich durch die Trails. Und im Uphill Mode kommt man sensationell den Berg hoch, ohne das einsinkende Gefühl eines aggressiven 160-mm-Fahrwerks zu haben.

Meinst Du, Du wirst es diese Saison wieder ein paar Mal aufs Podium schaffen?

Ein paar Mal? Dein ernst? Natürlich werde ich jedes Wochenende auf dem Podium stehen. (lacht) Ich werde alles geben und habe mich wirklich sehr gut auf die kommende Saison vorbereitet. Ich werde niemanden enttäuschen, indem ich nicht alles gebe. Wenn man die Ziellinie überquert und sich so in seinem Limit bewegt, dass man kaum noch etwas anderes wahrnimmt oder hört, dann hat man alles richtig gemacht. Genau das möchte ich und dafür lebe ich.

Wie sieht im Moment ein typischer Tag in Deinem Leben aus?

Ich habe mich in den letzten Wochen sehr gut von meiner Schulter-OP erholt und alles dafür getan, dass meine Schulter wieder zu 100 Prozent einsatzbereit ist. Meine Grundfitness habe ich im Fitnessstudio und auf dem Turbo auf Vordermann gebracht. Jetzt habe ich auch das grüne Licht meiner Ärzte bekommen, dass ich wieder mit voller Kraft loslegen kann!

 Wo liegen Deine Wurzeln in der MTB-Szene? Man kann ja fast sagen, dass Du vom erfolgreichsten Downhiller nahtlos zum erfolgreichsten Enduro-Piloten gewechselt bist. Stimmt das so?

Lieber würde ich sage, dass ich einer der besten Fahrer Neuseelands bin. Denn wir haben hier eine echte Talentschmiede. Gerade im Downhill gibt es wirklich viele gute neue Fahrer. Enduro hat nach mir gerufen und ich habe mich darauf eingelassen. Es ist wirklich genau mein Ding. Ich fühle mich zu dieser Disziplin berufen. Vielmehr als ursprünglich zum Downhill. In meiner direkten Umgebung gibt es viel flaches Land, das heißt, dass ich viel Zeit damit verbringe, im Flachen zu trainieren. An Wochenenden fahre ich ins nähere Umland und habe die besten und anspruchvollsten Trails der Insel vor der Nase. Also passt auch mein Alltag sehr gut zum Enduro-Sport. Die natürlichen Trails Neuseelands sind die besten, die ich kenne.

Möchtest Du noch ein paar Worte loswerden?

Ich bin wirklich sehr froh darüber, für das Canyon Factory Enduro Team zu fahren. Die Leute, die mich in Zukunft umgeben, sind so leidenschaftliche Fahrer, dass ich mich dort sehr gut aufgehoben fühle. Das Standing vom CFET in der EWS zeigt, wie viel Leidenschaft diese Menschen in den Sport stecken. Ich bin froh, von nun an ein Teil davon zu sein. Vielen Dank!

Danke für Deine Zeit und alles Gute für 2016!