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Die Mechaniker haben wieder ganze Arbeit geleistet - alle Katusha Teamräder sind ready to race. // (c) TDWsport.com

23.05.2016, PROSPORTS Zahlen und Fakten zu unseren Teams beim Giro

Ich packe meinen Koffer…

Wie viele Laufradsätze benötigt ein Team beim Giro d'Italia? Wie viele Bremsbeläge verschleißen die Fahrer? Und wozu brauchen die Teams Kompressoren und Waschmaschinen? Blicke mit uns hinter die Giro-Kulissen von Katusha und dem Movistar Team.

3 Wochen Radsport pur – der Giro d'Italia ist in vollem Gange. 3383 km, 198 Fahrer, 22 Teams, 21 Etappen, 7 Bergetappen, 7 Sprintetappen, 3 Zeitfahren  – soweit die harten Statistiken.

Doch welche Zahlen spielen bei unseren Teams eine Rolle? Wie viele Räder hat das Movistar Team pro Fahrer eingepackt? Wie viele Laufradsätze sind im Katusha Truck deponiert? Wie viele Wasserflaschen benötigt man beim Giro?

Wir haben bei unserem Team Liaison Manager Andreas Walzer nachgefragt und werfen einen Blick hinter die Kulissen unserer beiden WorldTour Teams.

Bis zu 7000 Kalorien verbraucht ein Fahrer auf einer heißen Hochgebirgsetappe.

Über 2000 Flaschen benötigt ein Team für die Flüssigkeitsversorgung der Fahrer beim Giro. Bei heißen Bergetappen auch gerne mal 15 Flaschen und mehr pro Fahrer, bei kühlen Flachetappen etwas weniger. Gerade die Flaschen sorgen bei den Teams oftmals für Logistikprobleme aufgrund ihrer Sperrigkeit.

Rund 90 Laufradsätze sind bei den Teams für die komplette Rundfahrt im Gepäck – 60 für "normale" Etappen, 30 für die Zeitfahren.

Ca. 50 weitere Ritzelpakete zusätzlich zu den bereits genutzten stehen jedem Fahrer zur Verfügung. Je nach topographischen Gegebenheiten bei Zeitfahren und Bergetappen kommt auf die Mechaniker also eine Menge Arbeit zu.

50 Ersatz-Reifen bringt ein Team mit zum Giro. Davon 10 für die Zeitfahren.

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36 Zähne hat das kleinste kleine Kettenblatt, das die Team-Mechaniker an den Profirädern verbauen – 46 das größte kleine Kettenblatt. Bei der großen Scheibe gibt es Variationsmöglichkeiten von 53-58 Zähnen.

Rund 35 Leute umfasst die Delegation eines Teams beim Giro. Darunter sind die 9 Rennfahrer, 3-4 Mechaniker, 3-4 Physiotherapeuten, 2 Busfahrer, 2-3 Sportliche Leiter, 1 Arzt, 1 Osteopath, 1-2 PR-Sprecher, 1 Teamchef und 1 Koch. Dazu kommen noch Sponsorenvertreter und Techniker von Ausstattern, eventuell Psychologen, Ernährungsberater, Performancetechniker und Trainer.

10-15 Bikestands hat jedes Team im Gepäck. Sie werden u.a. benötigt, um die Räder vor den Etappen vor dem Teambus aufzustellen und zu präsentieren.

10 Rollentrainer – meist gibt es vor der Etappe auf der Straße keinen Platz um sich stressfrei warmzufahren. Nach der Etappe kommen sie ebenfalls zum Ausfahren zum Einsatz.

10 Fahrzeuge pro Team sind beim Giro im Einsatz: 6 PKW, 2 Transporter, 1 Bus und 1 Materialtruck. In einem der Transporter ist es möglich, zwei Kältebecken zur schnellen Regeneration nach der Etappe aufzubauen.

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5 Montageständer stehen den Mechanikern für die Arbeiten an den Rädern zur Verfügung. Beim Movistar Team sind drei davon fest im Truck installiert.

5 Räder hat jeder Canyon Profi bei einer Grand Tour dabei. Drei Straßenräder – entweder das Ultimate CF SLX oder das Aeroad CF SLX. Eins davon zum Rennen fahren, die anderen beiden stehen als Ersatz auf den Dächern der Teamwagen. Dazu kommen zwei Speedmax CF SLX für die Zeitfahren. Außerdem deponieren die Teams noch Ersatzrahmensets in den Materialtrucks.

2-3 Sätze Bremsbeläge verschleißt ein Fahrer auf 21 Giro-Etappen.

2 fest installierte Kompressoren, um die Reifen bequem aufzupumpen.

2 komplette Trikotsätze hat jeder Fahrer dabei – man kann ja jeden Tag waschen, denn die Materialtrucks sind mit Waschmaschine und Trockner ausgestattet. Für den Notfall ist aber genügend Ersatz vorhanden.

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1 Waschmaschine – die Klamotten der Fahrer werden nach der Etappe sofort gereinigt.

1 Trockner – kommt nach dem Waschgang zum Einsatz. Sowohl Waschmaschine als auch Trockner sind fest im Teambus installiert.

1 Dusche – ebenfalls im Bus befindet sich eine Duschzelle, damit die Fahrer nicht warten müssen, bis sie nach teils langen Busfahrten im Teamhotel angelangt sind. Darüber hinaus ist im Bus auch eine kleine Küchenzeile eingebaut, um kleinere Mahlzeiten oder Snacks zubereiten zu können.

0-15 Gels benötigt ein Fahrer pro Etappe. Kaum ein Richtwert ist so individuell wie die Anzahl der Gels. Manche Fahrer kommen mit dem Energielieferanten gar nicht klar, andere ernähren sich während einer Etappe ausschließlich durch Gels. Gerade bei einer dreiwöchigen Rundfahrt freuen sich die Fahrer auch mal über Abwechslung bei der Verpflegung. Deftiges wie Brötchen mit Wurst, Käse oder Frischkäse und auch mal was Süßes wir gerne genommen und stärkt die Psyche.

Profisport bei Canyon