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Nairo Quintana glaubt noch immer an den #SuenoAmarillo , den Traum von Gelb. // (c) TDWsport.com

15.07.2016, PROSPORTS Journal Jaune: Quintana in der letzten Tourwoche

Alles auf die Alpen!

Nairo Quintana geht mit Rückstand in die letzte Tourwoche. Doch die ist extrem bergig, was dem Movistar Team-Kapitän entgegen kommt. Canyon Team Liaison Manager Andreas Walzer hat das Maillot Jaune noch nicht abgeschrieben – und gibt seine Prognose ab.

Fast jeden Tag Windkanten, extrem enge Zeitabstände und das Gelbe Trikot im Berglauf den Mont Ventoux hinauf: Diese Tour hält zahlreiche Überraschungen parat!

Etwas überraschend ist auch, dass Nairo Quintana offenbar noch nicht bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit angelangt ist, sagt Canyon Team Liaison Manager Andreas Walzer: "Gerade auf dem Schlussanstieg zum Mont Ventoux hatte er Probleme und konnte sich nicht absetzen."

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Alarmstufe Rot für Nairo

Allerdings sei die Etappe auch nicht auf ihn zugeschnitten gewesen, so wie viele Experten mutmaßten: "Die Etappe war extrem windanfällig. Über 150 km kam eine Windkante nach der anderen. Für Nairo mit seinen knapp 60 kg bedeutet das Alarmstufe Rot und Stress pur. Diese Anfahrt auf den Mont Ventoux, auch wenn sie weitgehend flach war, hat ihn mehr Kraft gekostet als zweimal den Berg hochzufahren."

Nach dem Zeitfahren am Freitag heißt es für Nairo erstmal durchatmen. Kurz schütteln. Und komplett auf die letzte Tourwoche fokussieren. "Bis jetzt hat mich Nairos Form noch nicht überzeugt. Allerdings kann er in der dritten Woche einer Grand Tour immer zulegen. Froome dagegen fährt zu Beginn einer Rundfahrt Vorsprung ein und fährt gegen Ende immer eher defensiv. Das stimmt mich optimistisch", sagt Walzer.

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Gute Angriffschancen im Hochgebirge

Auf den Tagesabschnitten 15 und 16 sieht Walzer für Nairo noch wenige Möglichkeiten zum Angriff: "Die Etappe nach Bern ist flach und einen Tag zuvor nach Culoz ist es zwar bergig, aber von den Lacets du Grand Colombier sind es noch fast 15 km bis ins Ziel. Ich denke nicht, dass es dort große Zeitabstände unter den Favoriten geben wird."

Anders sieht es nach dem Ruhetag aus. "Am Mittwoch steht die Bergankunft nach Finhaut-Emosson an. Gut 8 % auf mehr als 10 km. Die Etappe am Freitag nach Saint-Gervais Mont Blanc ist ähnlich, sehr steil und relativ lang. Dort bieten sich für Nairo gute Gelegenheiten zum Angriff."

Beim Bergzeitfahren entscheidet die Tagesform

Die beiden Alpenetappen betten das Bergzeitfahren am Donnerstag ein. Die Chance, dort Zeit gutzumachen, beziffert Walzer auf 50:50: "Hier wird die Tagesform entscheiden. Die Strecke ist zwar schwer, aber mit der flachen Anfahrt und nur 600 Höhenmetern vielleicht zu wenig selektiv. Ich denke, hier kann Nairo nur an einem guten Tag Zeit auf Froome herausholen."

Unter Einbeziehung aller Faktoren zieht Walzer ein optimistisches Fazit: "Die letzte Tourwoche ist schwer, Nairo wird noch zulegen können, mit Valverde hat er den besten Edelhelfer und es hat bei kaum einer Tour so viele Überraschungen gegeben wie in diesem Jahr: Ich denke, wir können immer noch vom Gelben Trikot für Nairo träumen."

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