13.03.2017, WMN This is me

Elena Cecchini

This is me! 10 kurze Fragen – 10 knackige Antworten. So lautet die simple Formel des neuen Formats, bei dem Canyon Athleten Einblicke in ihr Leben als Radprofi und Privatperson geben. Den Anfang der neuen Serie macht Elena Cecchini von CANYON//SRAM Racing, die mit Elia Viviani zusammen lebt, von Peter Sagan beeindruckt ist und von Michael Phelps schwärmt.

Am Sonntag startet CANYON//SRAM Racing beim Eintagesklassiker Trofeo Alfredo Binda. Besonders motiviert: Lokalmatadorin Elena Cecchini. Die Italienerin befindet sich derzeit in Topform und will nach ihren beiden TopTen-Plätzen bei Strade Bianche und der Ronde van Drenthe endlich den ersten Sieg der Saison für sich und das Team holen.

Spring Fever: Deine Saison beginnt jetzt – mit dem Canyon Rad, das am besten zu dir passt!

1) Welcher ist dein Lieblingsanstieg im WorldTour-Kalender?

Definitiv der Orino Anstieg. Er ist die Schlüsselstelle bei Trofeo Binda, dem einzigen italienischen Eintagesrennen im WorldTour-Kalender. Ich liebe dieses Rennen einfach, und mit dem Orino verbindet mich eine Art Hassliebe: Im letzten Jahr konnte ich den besten Kletterern am Orino nicht folgen und ich leide jedes Mal extrem, wenn es dort hinauf geht. Aber in diesem Jahr habe ich ein gutes Gefühl. Vielleicht kann ich sogar um den Sieg kämpfen.

2) Welches ist dein Lieblingsrennen im WorldTour-Kalender?

Der GP de Plouay in Frankreich. Im letzten Jahr wurde ich dort Zweite. Das Rennen ist so interessant, weil du die perfekte Kombination von physischer Stärke, Cleverness, taktischem Gespür und Mut brauchst, um zu gewinnen.  

3) Mit welcher Fahrerin im Peloton würdest du gerne einmal in einem Team fahren?

Ich denke wirklich, dass ich die besten Teamkollegen habe, die man sich vorstellen kann. Wir verstehen und einfach prima. Aber wenn ich eine wählen müsste, dann würde ich mich entweder für Annemiek van Vleuten oder Elisa Longo Borghini entscheiden.

4) Dein Lieblings-Trainingsrevier ist?

Ganz klar bei mir zuhause, denn dort kenne ich jede Straße und jeden Hügel. Wenn ich während der Saison zuhause bin, teste ich gerne meine Form an den Anstiegen, die ich schon hunderte Male gefahren bin und vergleiche meine Zeiten und Wattwerte. Während des Winters bin ich gerne auf Gran Canaria zum Trainieren. Dort hat man alles, was das Radfahrerherz begehrt: Ebenen, Anstiege, tolle Abfahrten, natürlich viel Wind und immer warme Temperaturen und viel Sonne.

5) Wer ist die am meisten unterschätzte Fahrerin in deinem Team?

Alena! Sie ist eher ein ruhiges und super sympathisches Mädel, aber immer unfassbar stark auf dem Rad. In jedem Rennen ist sie super wichtig für unser Team. Sie ist unsere beste Bergfahrerin, aber gleichzeitig ein ganz wichtigster Bestandteil unseres Leadouts, denn sie ist imstande, extrem lange und schnelle Leadouts zu fahren. Mit Alena im Rennen hast du immer die Garantie, dass du vorne dabei bist.

6) Wenn du nicht Radprofi geworden wärst, dann wärst du jetzt?

Puh, schwere Frage. Ich hätte sehr gerne Medizin studiert und vielleicht wäre ich Radiologin geworden.

7) Welche Persönlichkeit im Radsport-Umfeld beeindruckt dich besonders?

Peter Sagan! Na klar (lacht)! Ein Fahrer seiner Klasse wird vielleicht alle 20, 30 Jahre geboren. Alles was er auf dem Rad macht sieht so einfach und lässig aus, aber das ist es nicht. Ich denke, er ist genau der Typ Fahrer, den der Radsport gerade braucht: Freundlich, unfassbar stark, medienaffin, ehrlich und ein bisschen verrückt. Von seiner Sorte brauchen wir mehr.

8) Mit wem würdest du gerne einmal einen Tag tauschen?

Schwere Frage, weil ich genau die bin, die ich sein will. Ich hätte im vergangenen August gerne mit meinem Freund (Elia Viviani vom Team Sky, Anm. der Redaktion) getauscht an dem Tag, an dem er die Olympische Goldmedaille in Rio gewonnen hat.

9) Welchen Luxus gönnst du dir hin und wieder?

Ich besitze keine besonders teuren Luxusgüter. Aber ich muss gestehen, wenn ich den Schrank schaue, habe ich vielleicht etwas zu viele Klamotten. Ich würde also sagen, Kleidung, speziell Sportkleidung, gönne ich mir hin und wieder.

10) Welche Sportart außer Radsport interessiert dich am meisten?

Schwimmen! Ich bin schon immer gerne selbst geschwommen und im letzten Sommer habe ich mir während der Olympischen Spiele in Rio ein Ticket für einen Schwimmwettkampf gekauft. Und ich muss sagen: Michael Phelps von nahem im Wasser zu sehen war schon ein großer Moment.

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