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24.03.2017, PROSPORTS This Is Me

Jasha Sütterlin

This Is Me! 10 kurze Fragen – 10 knackige Antworten. So lautet die simple Formel unseres neuen Formats, bei dem Canyon Athleten Einblicke in ihr Leben als Radprofi und Privatperson geben. Vor seiner vierten Flandern-Rundfahrt als Profi spricht Jasha Sütterlin vom Movistar Team über Paris-Roubaix, Jan Ullrich und das, was ihm an der Ronde am besten gefällt.

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1.       Welcher ist dein Lieblingsanstieg im WorldTour-Kalender?

Jasha Sütterlin: Definitiv die Mauer von Geraardsbergen, die wohl bekannteste Mauer im Profiradsport. Bis zu 23 Prozent Steigung, dafür aber recht kurz. Und eine unfassbare Stimmung am Straßenrand. Hier kommt alles zusammen, was den Radsport zu einem Spektakel macht. Gut, dass die Muur wieder Teil der Flandern-Rundfahrt ist. Auf diesen Moment, wenn wir die Mauer hochfahren, freue ich mich besonders.

2.       Welches ist dein Lieblingsrennen im WorldTour-Kalender?

JS: Bei den Etappenrennen ist es die Eneco Tour. An die Rundfahrt hab ich gute Erinnerungen. Im letzten Jahr wurde ich Gesamtelfter und im Einzelzeitfahren sogar Dritter. Dieses Ergebnis würde ich gerne wiederholen. Mindestens (lacht). Bei den Klassikern ist es Paris-Roubaix. Weil es das härteste Rennen ist und am wenigsten vorhersehbar. Es ist sprichwörtlich die Hölle des Nordens. Kopfsteinpflaster, Matsch, Staub, Wind und dazu eine Distanz von mehr als 250 km. Da kommt alles zusammen.

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3.       Mit welchem Fahrer im Peloton würdest du gerne einmal in einem Team fahren?

JS: Ich bin sehr zufrieden mit meinen Teamkollegen beim Movistar Team. Wenn ich einen auswählen müsste, dann würde ich Geraint Thomas nehmen aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten. Er ist ein klasse Zeitfahrer, gehört aber auch am Berg zu den Besten und ist auch bei den Klassikern immer vorne mit dabei.

4.       Dein Lieblings-Trainingsrevier ist?

JS: Am liebsten trainiere ich in der Umgebung von Livigno in Italien in einer der landschaftlich schönsten Gebiete, die ich kenne. Ein weiteres Lieblingsrevier ist bei mir zuhause im Schwarzwald. In der Umgebung von Freiburg gibt es keine Straße, die ich nicht kenne.

5.       Wer ist der am meisten unterschätzte Fahrer in deinem Team?

JS: Jeder einzelne Fahrer bei uns hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Und jeder hat auch seine eigenen Aufgaben, die er bei den Rennen zu erfüllen hat. Deshalb ist es für mich ganz schwierig zu sagen, welcher Fahrer am meisten unterschätzt wird.

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6.       Wenn du nicht Radprofi geworden wärst, dann wärst du jetzt?

JS: Wenn ich kein Radprofi geworden wäre, dann hätte ich wohl den Radladen meines Vaters übernommen.

7.       Welche Persönlichkeit im Radsport-Umfeld beeindruckt dich besonders?

JS: Da gibt es einige. Aber sicherlich gehören die Radsportfans bei den belgischen Klassikern zu den Leuten, die mich am meisten beeindrucken. Durch ihr frenetisches Anfeuern geben sie uns Fahrern gerade auf den Pflasterpassagen ein einmaliges Gefühl und die Extra-Portion Motivation.

8.       Mit wem würdest du gerne einmal einen Tag tauschen?

JS: Vielleicht nicht tauschen, aber wenn ich es mir aussuchen dürfte, dann würde ich gerne mal einen Tag mit Jan Ullrich verbringen und mit ihm eine ausgedehnte Trainingsrunde absolvieren.

9.       Welchen Luxus gönnst du dir hin und wieder?

JS: Ich brauche keine teuren Luxusgüter, um glücklich zu sein. Vielleicht erfülle ich mir in Zukunft einmal meinen Wunsch, ein eigenes Strand-Appartement in Spanien zu besitzen und dort den ganzen Winter über in der Sonne trainieren zu können.

10.   Welche Sportart außer Radsport interessiert dich am meisten?

JS: Neben dem Radsport gibt es zwei Sportarten, die mich interessieren: Downhill und Snowboard. Vielleicht habe ich nach meiner aktiven Karriere etwas mehr Zeit, diese beiden Sportarten etwas ausgiebiger auszuprobieren.

THIS IS ME ELENA CECCHINI