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Foto: Peter Bender

28.03.2017, CANYON Trinities, Teil 1

De Ronde van Vlaanderen

Nur wenige Veranstaltungen im jährlichen Rennkalender haben die Macht, bescheidene Sträßchen und unauffällige Wege in Kathedralen des Sports umzuwandeln - aber genau dazu sind die Monumente des Radsports in der Lage. An mehreren Sonntagen im April werden vergessene Feldwege und kleine Ortsdurchfahrten in Belgien und Nordfrankreich zum Mittelpunkt der Radsportwelt. Sie verwandeln sich in Arenen, in denen sich nur die Stärksten an der Spitze behaupten können.

Die Kenner der Radsportwelt sind in der Lage, sich an jede Begebenheit, die sich in den vorangegangenen Austragungen an den kritischen Punkten der Flandernrundfahrt abgespielt haben, zu erinnern. Sei es an denjenigen, der am Koppenberg in der Ausreißergruppe war, an diesen einen Fahrer, der am Oude Kwaremont abgehängt wurde oder an den Helden, der an der Kapelmuur den entscheidenden Angriff wagte und das Rennen gewann. Und obwohl sich der Verlauf des Kurses von einem auf das andere Jahr verändern kann, bleibt “De Ronde" doch ein Heiligtum in Flandern, dass immer wieder aufs Neue Radsportbegeisterte aus der ganzen Welt in das kleine Land mit der großen Radsport-Tradition zieht.