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Carrefour de l'Arbre. // Photo: Peter Bender

05.04.2017, CANYON Trinities, Teil 2

Paris-Roubaix

Manchen Fans stockt der Atem schon bei der bloßen Erwähnung von großen Sportereignissen. Bei Paris-Roubaix ist genau das der Fall. Die 27 gefürchteten Pavé-Sektoren machen das Rennen zu einem Spektakel wie kaum ein anderes im Radsportkalender. Worte können die Brutalität, mit der die Pflastersteine Fahrer und Räder malträtieren, nur ansatzweise beschreiben. Du musst es gesehen haben, um es zu glauben. Oder die Sektoren direkt selbst in Angriff nehmen, bevor du darüber nachdenkst, welcher Anstrengungen es bedarf, die Ziellinie im Velodrome in Roubaix zu erreichen. Seinen Beinnamen, "die Hölle des Nordens", hat das Rennen aus gutem Grund erhalten.

Nur drei der 27 Pavé-Sektoren wird die Ehre zuteil, mit dem Maximum von fünf Sternen kategorisiert zu werden. Je mehr Sterne, desto länger die Passage, desto schlechter die Beschaffenheit der Pflastersteine, desto härter für die Fahrer, den Sektor zu überwinden. Hier wird aussortiert, hier werden Rennen entschieden, hier werden Helden gemacht. Defekte bei der Einfahrt mit 60 Sachen in den Wald von Arenberg? Keine Seltenheit! Sturzgefahr durch die Wasserlachen, die Mons-en-Pévèle in eine eisglatte Rutschbahn verwandeln? Allzeit gefürchtet! Und schließlich, nach rund 240 Kilometern, wenn du schon fast das Velodrome sieht, taucht die Passage Carrefour de l'Arbre vor dir auf. Die Pflastersteine spitz, uneben, zentimeterweit voneinander entfernt. Scheinbar unpassierbar. Bei diesem legendären Sektoren-Trio ist nur eines sicher: Das Rennen sieht nach der Durchfahrt der Passagen anders aus, als es sich bei der Einfahrt darstellte.

PAVÈS, KASSEIEN, HELLINGE: DEIN CANYON GUIDE FÜR DIE KLASSIKER