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La Rédoute. // Photo: Peter Bender

20.04.2017, CANYON Trinities, Part 3

Liège-Bastogne-Liège

Das Profil einer großen Landesrundfahrt verpackt in ein Eintages-Rennen. "La Doyenne" als die älteste aller Klassiker ist ein Beweis dafür, dass die besten Bergfahrer nicht immer auf die hohen Berge warten müssen, um ihre Chance zu bekommen. Was den Ardennen an Höhe fehlt, machen sie mehr als wett mit der bloßen Anzahl der Straßen, die aus den bewaldeten Tälern heraus den direktem Weg gen Himmel nehmen. Rhythmus ist ein Wort, das man beim Klettern dieser Côtes mit ihren zweistelligen Steigungen nur schlecht gebrauchen kann. Eine heftige Anstrengung folgt der anderen, ein Gipfel nach dem nächsten, gefolgt von kurzen Erholungsphasen, bevor sich erneut eine Rampe vor einem aufbaut.

An der La Rédoute ist es unmöglich, den bereits geschlagenen Schlachten zu entkommen - die Namen der Helden auf der Straße, wie in Stein gemeiselt und am Gipfel ein Denkmal derer, die einst hier triumphierten. Der La Côte de la Roche aux Faucons fehlt bisher noch das Erbe ihrer berühmten Schwestern, aber dennoch ist sie eine Herausforderung und aufgrund ihrer Nähe zum Ziel in Ans ein neuralgischer Punkt für das bevorstehende Finale. Und die La Côte du Stockeu, die zwar in diesem Jahr nicht Teil des Rennens ist, aber dennoch über viele Jahre das Sprungbrett für den "Kannibalen" Eddy Merckx bedeutete, auf dem er die meist entscheidende Attacke setzte. Eine Dreieinigkeit von Aufstiegen, die "La Doyenne" geformt hat.

Bike featured: Ultimate CF SLX Disc 8.0

Images by @shotbypete