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(c) Tino Pohlmann

13.06.2017, PROSPORTS Canyon bei der Tour de France 2017

Von Gelb zu Gelb

Der Grand Départ in Düsseldorf wird 2017 DAS Radsportereignis in Deutschland. Sowohl Katusha-Alpecin als auch das Movistar Team haben Chancen auf das begehrte Maillot Jaune. Für Canyon würde sich ein Kreis schließen.

12. Juli 1992, Hohenzollernstraße in Koblenz: Die magentafarbenen Team-Telekom-Trikots stechen aus dem Fahrerfeld heraus, das Peloton setzt an zum Massensprint. Die achte Etappe des weltgrößten mobilen Sportereignisses macht Halt in Koblenz. Die Tour de France präsentiert sich in der Heimatstadt von Canyon, das zu dieser Zeit noch "Radsport Arnold" hieß und aus einem kleinen Verkaufsladen im Koblenzer Stadtteil Moselweiß seine Räder vertrieb.

2017 ist die Tour Canyon so nah wie schon seit 25 Jahren nicht mehr. Das größte Event in unserem Sport kommt wieder nach Deutschland. Am 1. Juli sind alle Augen nach Düsseldorf gerichtet. Grand Départ. Die Erwartung: Nicht weniger als ein Radspektakel sondergleichen.

Einmalige Chance auf Gelb für Tony Martin

Gerade Canyon als deutscher Radhersteller mit zwei WorldTour-Teams fiebert der ersten Etappe euphorisch entgegen. Einzelzeitfahren. 14 Kilometer quer durch Düsseldorf. Das Ziel: Nur 150 Kilometer vom Canyon.Home entfernt soll Tony Martin vom Team Katusha-Alpecin auf dem Speedmax CF SLX ins Gelbe Trikot fahren. Eine einmalige Gelegenheit.

Das sieht auch Tony so: "Wann bekommt man schon mal die Chance, im eigenen Land ins Gelbe Trikot zu fahren?", sagt sich der amtierende Weltmeister im Einzelzeitfahren: "Ich werde alles dafür tun, dass mir das gelingen wird."

Katusha-Alpecin 2017: Mit Tony Martin und einer klaren Vision

Nairo Quintana: 4. Anlauf auf Gelb

22 Tage später will sich ein anderer Canyon Athlet den Traum vom Gelben Trikot erfüllen. Nairo Quintana vom Movistar Team nimmt mit seinem Ultimate CF SLX zum vierten Mal Anlauf auf das höchste Podest-Treppchen auf der Avenue des Champs-Élysées.

Mit insgesamt nur 37 Zeitfahrkilometern scheint die diesjährige Tour dem Kolumbianer entgegen zu kommen. Dass Nairo bereits den Giro d'Italia in den Beinen hat, soll laut dem Team kein Problem sein: "Unsere Datenerhebungen zeigen, dass Nairo Giro und Tour in einem Jahr auf dem gleichen hohen Niveau fahren kann."

Vom lokalen Radladen zum Tour de France-Champion

Aus dem anvisierten Ziel, das Double zu holen, wird nach dem zweiten Platz beim Giro leider nichts mehr. Nur 31 Sekunden fehlten Nairo zu seinem zweiten Giro-Sieg. Doch schon nach dem finalen Einzelzeitfahren schaute Nairo positiv in die Zukunft: "Man bekommt bei einer Grand Tour nicht immer das, was man sich im Vornherein wünscht. Aber im Juli steht ja bereits die nächste Große Rundfahrt an."

Gelb in Düsseldorf – Gelb in Paris. Mit zwei verschiedenen Fahrern aus zwei verschiedenen Teams. Aber jeweils auf einem Canyon. Das wäre das Traumszenario, bei dem sich für Canyon der Kreis schließen würde von den Anfängen als lokaler Radladen bis hin zum Tour de France-Champion.

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