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11.08.2014, CANYON Leadville Trail 100

Sally Bigham gewinnt zum 2. Mal in Leadville

Das Topeak-Ergon Racing Team schlägt wieder zu: Sally Bigham feiert am Samstag mit ihrem Sieg beim Leadville Trail 100 bereits ihren 2. Erfolg in Colorado/USA. Mit seinem 3. Platz bei den Herren sorgt Kristian Hynek ebenfalls für einen hervorragenden Einstand beim legendärsten Langstrecken-Rennen der USA. Alban Lakata wird Vierter.

Bigham gewann in den USA das berüchtigte Leadville Trail 100 MTB Race mit einem beeindruckenden Start-Ziel-Sieg und einem komfortablen Vorsprung von 42,29 Minuten. Mit einer Distanz von über 100 Meilen (160 Kilometer) und mehr als 4.000 Höhenmeter auf einer Höhe zwischen 3.000 und 4.000 Metern gilt das Kultrennen in Colorado als das mit Abstand härteste Marathon-Rennen in den USA und wird von den Amerikanern nicht zu Unrecht als das "Race of all Races" tituliert.

Insgesamt 7:23:58 Stunden benötigte Iron Sally auf ihrem Grand Canyon CF SLX 29 für die 160 Kilometer, doch es sah leichter aus als es tatsächlich war, wie die glückliche Gewinnerin im Ziel versicherte: "Als ich die Ziellinie überquerte war das wie eine Erlösung für mich, weil ich keine Ahnung hatte wie weit meine Verfolgerinnen hinter mir waren. Außerdem kannst du dir bei solch einem harten und langen Rennen nie sicher sein, dass selbst auf den letzten paar Metern nichts mehr passiert.“

Hynek auf dem Podium

Gelungener Leadville-Einstand auch für Kristian Hynek. Der 34-jährige Tscheche vom Koblenzer Rennstall wurde hinter Todd Wells (USA) und Marathon-Weltmeister Christoph Sauser (CH) in einer Gesamtzeit von 6:22:47 Stunden hervorragender Dritter. Obwohl er auf seinem Marathon-Racebike Lux CF lange Zeit in Führung lag und sich einen komfortablen Vorsprung von vier Minuten auf Wells und sogar acht Minuten auf Sauser erarbeitete, bekam er einen Einbruch und musste seine Verfolger vorbeiziehen lassen.

"Rund 30 Kilometer vor dem Ende hatte ich das Gefühl es nicht mal mehr über die Ziellinie zu schaffen", verriet der diesjährige Cape Epic-Gewinner. "Dass es dann noch zum dritten Platz gereicht hat ist wirklich toll, aber ich weiß auch was ich nächstes Jahr besser machen muss!"

Lakata im Pech - Ikeda hält durch

Der zweimalige Seriensieger und Streckenrekordhalter Alban Lakata lag lange Zeit mit Kristian in Führung und hatte somit beste Chancen seine Siegesserie fortzusetzen. Doch ein Reifendefekt machte die Hoffnungen auf dieses Unterfangen dann zunichte.

"Ja, schade ich bin eigentlich hergekommen um das Ding hier zu gewinnen und vor allem um eine neue Bestzeit unter 6:00 Stunden zu setzen", bestätigte der Albanator hinterher. "Aber macht nix", winkte der Marathon-Vizeweltmeister in gewohnt lässiger Manier ab, "ich werde es nächstes Jahr wieder angehen!"

Yuki Ikeda (34) aus dem Topeak-Ergon US-Team beendete das Rennen trotz eines heftigen Sturzes mit äußerst schmerzhaften Blessuren auf Rang 28 – Respekt!