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Sarah Crowley und ihr Speedmax CF SLX

12.10.2018, PROSPORTS ROAD TO KONA

Sarah Crowley

"Ich erzähle dir mal ein kleines Geheimnis: Auf meiner ersten Ausfahrt, schon Ewigkeiten her, da weinte ich. Ursprünglich bin ich aus Adelaide, wir fuhren dort an der Küste entlang und auf dem Rückweg war es sehr windig und der Sand peitschte mir ins Gesicht. Es war nicht einfach, durchzuhalten. Aber genau das war es letztendlich, was mich fürs Radfahren begeisterte: Es ist immer wieder eine kleine Challenge gegen mich selbst. Sobald ich ein kleines Ziel erreicht habe, motiviert mich das so sehr, dass ich mir direkt eine neue Herausforderung setze. Sei es eine neue Distanz oder eine besonders hohe Intensität. Leistung motiviert. Und natürlich macht das auch hungrig nach mehr!

Was für mich zu Beginn meiner Karriere als Sportlerin eine große Herausforderung war, war es neben dem Training noch vollzeit zu arbeiten. Ab 2006 hatte ich einen Vollzeitjob und 2008 begann ich schon ITU Rennen zu fahren. Das ist short course Triathlon auf world series Ebene.

Wie auch im Sport gab ich auf der Arbeit alles. Damals arbeitete ich im Bereich Corporate Finance. Mein intensives Triathlon Training war, so paradox es auch klingen mag, mein Ausgleich. Das Training machte mich immer fitter. 2012 gewann ich den Ironman 70.3 in Cairns und 2014 wurde ich Oceania Duathlon Champion.

2015 begann dann wirklich meine erfolgreiche Zeit. Bei Rennen wie dem Ironman 70.3 in Südkorea und eine olympische Distanz in New Caledonia belegte ich den ersten Platz. Auf Grund meiner damaligen Form, entschließ ich mich von nun an meinen Fokus auf Langdistanzen zu setzen.

Rennen bedeuten immer auch zahlreiche Reisen. Dazu gehört natürlich auch, dass man gerade finanziell gut gerüstet sein muss. Auch wenn ich zuversichtlich war, ein kleines Risiko besteht immer. Die Preisgelder halfen mir, einen Marketing Plan aufzustellen und aus mir eine Marke zu machen. Das ist ein wirklich wichtiger Punkt für alle, die ihre Karriere als Pro Sportler starten wollen! Anfang 2016 habe ich dann offiziell aufgehört zu arbeiten. Stattdessen arbeitete ich nun noch härter an mir und an meiner Fitness. 

Das zahlte sich auch wirklich aus, mein Plan ging auf und wenn ich mir anschaue, wo ich jetzt bin und mit welchen Sponsoren ich zusammen arbeiten kann, dann macht mich das unglaublich stolz. In dem Punkt bin ich tatsächlich auch sehr wählerisch, was nicht unbedingt schlecht ist, weil ich so die besten Partnerschaften gefunden habe. Mir ist Performance viel wichtiger als Sponsorengelder. Außerdem muss ich mich gut aufgehoben fühlen, den richtigen Support bekommen und auch die Kultur muss gewissermaßen zusammen passen. Canyon ist unglaublich! Alles, was hier angepackt wird, ist wirklich effizient. Das ist bestimmt auch ein bisschen die deutsche Kultur. Oh, noch etwas - gerade lerne ich auch ein bisschen Deutsch. Einen der wichtigsten Sätze kann ich jetzt schon: „Ich hätte gerne einen Berliner!“ Diese fluffigen mit Marmelade gefüllten Bälle sind einfach unglaublich lecker! In den USA bekomme ich die leider nirgendwo. Wir haben hier auch eine große deutsche Community, weshalb es manchmal auch während meiner Schulzeit deutsches Essen in der Kantine gab. Das waren definitiv meine Lieblingstage!

Drei der wichtigsten Dinge sind perfekt: Das Bike und das Essen - und wie wir als Team zusammen funktionieren.
Ich bin super motiviert, in Kona an den Start zu gehen und freue mich auf das Rennen!"