05.03.2015, CANYON Paris-Nizza und Tirreno-Adriatico

Katusha und Movistar Team: Zwei Highlights zum Saisonauftakt

Alhaurín de la Torre, ein kleines Städtchen etwa 20 Kilometer von Malaga, in Schlagdistanz zur Costa Del Sol. Auf einer kleinen Anhöhe befindet sich die Ziellinie der finalen Etappe der diesjährigen Ruta Del Sol.

JuanJo Lobato reißt die Arme in die Höhe. Wenige Sekunden nach ihm überquert auch die halbe Weltelite des Radsports den weißen Streifen auf dem rauen Asphalt. Degenkolb, Chavanel, Froome, Contador. Alle von Lobato besiegt.

Für den Spanier war es bereits der dritte Etappensieg auf seinem Aeroad CF SLX. Für das Movistar Team gar der siebte Triumph in der noch jungen Saison. Zuvor hatten Javi Moreno, José Joaquin Rojas, Alejandro Valverde und Adriano Malori bei Rennen in Katar, Australien und Spanien die Konkurrenz in den Schatten gestellt.

Sieg-Rekord für Movistar Team

Mit den sieben Siegen in nur 35 Tagen seit der ersten Etappe der Tour Down Under im Januar hatte Eusebio Unzues Team seinen eigenen Rekord von 2014 übertroffen. Dazu kamen sensationelle 24 Podiums-Platzierungen. Im gleichen Zeitraum waren es im letzten Jahr 14.

"Ich hoffe, dass mir diese Siege nun etwas mehr Respekt im Peloton für die großen Rennen einbringen", sagte Lobato nach seinem Triumph auf dem Hügel in Alhaurín de la Torre.

Kristoff mit starker Frühform

Über das Stadium "Respekt verschaffen" ist Alexander Kristoff bereits hinaus. Der Mailand-Sanremo-Sieger von 2014 gehört in diesem Jahr zu den ganz großen Favoriten für die Frühjahrsklassiker. Zumal der Norweger vom Team Katusha auf seinem Aeroad CF SLX seine Frühform bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Drei Etappensiege bei der Katar-Rundfahrt, ein Etappensieg bei der Oman-Rundfahrt und der zweite Platz beim belgischen Klassiker Kuurne-Bruxelles-Kuurne hinter Mark Cavendish zieren seine 2015er Palmares.

Der Sieg bei der zweiten Etappe der Katar-Rundfahrt am 9. Februar war gleichzeitig der erste Erfolg überhaupt für das Team Katusha seit es bei dieser Rundfahrt teilnimmt und der früheste Sieg in Kristoffs Karriere: "Früher in der Saison habe ich nie gewonnen. Das macht mich glücklich und zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin für die anstehenden Aufgaben."

Kristoff führt Team Katusha bei Paris-Nizza an

Wenn Kristoff von "anstehenden Aufgaben" spricht, dann meint der Katusha-Star zunächst Paris-Nizza. Wenn das "Rennen zur Sonne" auf dem Kalender steht, weiß jeder Radsportbegeisterte, dass die Profi-Saison nun ordentlich Fahrt aufnimmt.

Team Katusha setzt am kommenden Sonntag beim ersten Mehretappenrennen der WorldTour-Serie auf europäischem Boden sowohl auf Kristoffs Sprintstärke als auch auf die Kletterfähigkeiten von Neuzugang Tiago Machado und Simon Spilak. Der Slowene beendete das Rennen bereits auf dem achten, sechsten und vierten Gesamtrang und schielt in diesem Jahr auf einen Platz auf dem Podium.

Top-Stars treffen sich bei Tirreno-Adriatico

Auch das Movistar Team stellt ein starkes Team für das achttägige Rennen. Mit Beñat Intxausti und den Izaguirre-Brüdern sind die Spanier bestens gerüstet für die hügeligen Etappen. In den Sprints will Jose Joaquin Rojas für Furore und Top-Ergebnisse sorgen.

Nur drei Tage später, am 11. März, versammelt sich die restliche Weltelite zum Start des "Rennens zwischen den Meeren". Contador, Nibali, Uran und Froome sind nur einige der schillernden Namen, die zum ersten Tête-à-Tête der Saison bei Tirreno-Adriatico aufeinander treffen.

Purito und Quintana führen Canyon Teams in Italien an

Doch Team Katusha und das Movistar Team brauchen sich hinter diesen Namen keineswegs zu verstecken. Die Spanier gehen mit Giro d'Italia-Sieger Nairo Quintana als Speerspitze an den Start. Der Kolumbianer ist nach seinem Sturz bei den Landesmeisterschaften wieder genesen und testet in Italien seine Fitness.

Team Katusha schickt das spanische Top-Duo Dani Moreno und Joaquim "Purito" Rodríguez ins Rennen. Beide bereiten sich in erster Linie auf die Ardennen-Klassiker im April vor, sollten die beiden sich aber eine Etappe herausgepickt haben, um ihre Beine zu testen, ist ein Tagessieg durchaus möglich.

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