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Solist: Luca Paolini fährt dem Sieg bei Gent-Wevelgem entgegen / (c) TDWsport.com

30.03.2015, CANYON Sieg auf dem Aeroad CF SLX bei Gent-Wevelgem

Paolini Immenso

Mit 38 Jahren holt Luca Paolini seinen bedeutendsten Sieg in seiner Karriere und gewinnt die 77. Auflage von Gent-Wevelgem. Dabei musste er sein Aeroad CF SLX aufgrund witterungsbedingter Stürze gleich zweimal wechseln.

15 Jahre lang ist Luca Paolini bereits Radprofi. In seinen Palmares stehen Etappensiege beim Giro d'Italia und bei der Vuelta a España, ein Podiumsplatz bei Mailand-Sanremo und zahlreiche weitere Siege bei großen Eintagesrennen.

Im Spätsommer seiner Karriere lässt es der extrovertierte Italiener noch einmal richtig krachen und krönt sich beim Chaos-Klassiker Gent-Wevelgem zum ältesten Sieger des Rennens.

Paolini: Zwei neue Räder nach Stürzen

"Ich habe das überhaupt nicht erwartet, weil wir eigentlich hier waren, um Alex (Kristoff) zu unterstützen", sagte der Katusha-Star nach seinem Triumph: "Doch irgendwann sagte er mir, dass er sich heute nicht so stark fühlte und dass ich meine Chance suchen solle."

Das tat Paolini. In beeindruckender Manier. In der ersten Rennhälfte, die von Kälte, Regen und orkanartigen Windböen geprägt war, stürzte er wie die meisten anderen Fahrer auch zweimal und musste das Rad wechseln.

Mit dem zweiten neuen Aeroad CF SLX unterm Hintern startete Paolini seine Flucht nach vorne. Aus einer siebenköpfigen Ausreißergruppe attackierte "Il Gerva" rund sechs Kilometer vor dem Ziel. Mit Erfolg: "Ich griff zunächst mit 50 Prozent an, um die Reaktion der anderen zu sehen. Als keiner nachfuhr, gab ich 100 Prozent und es hat tatsächlich funktioniert."

Vier Canyon in den Top 15

Den Sprint des Hauptfelds gewann auf einem weiteren Aeroad CF SLX Alexander Kristoff als Neunter. Katushas Alexey Tsatevich auf Rang zwölf und JuanJo Lobato vom Movistar Team als 13. rundeten den sensationellen Tag aus Canyon Sicht ab.

Somit stehen vier Canyon Räder unter den Top 15 in einem Rennen, bei dem von 200 gestarteten Fahrern lediglich 39 ins Ziel kamen.

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