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Aufgerissener Mund, die Beine brennen: Purito fightet bis zum letzten Meter // (c) TDWsport.com

07.09.2015, CANYON Vuelta a Espana

Purito triumphiert in Sotres Cabrales

Der Katusha-Kapitän zündet bei der Bergankunft der 15. Etappe den Turbo und gewinnt fast mit Ansage. Den Doppelschlag aus Etappensieg und Gesamtführung verpasst er dabei nur um eine Sekunde. Auch Nairo Quintana hat sich erholt und ist bereit zur Aufholjagd.

Um die Winzigkeit von einer Sekunde hat Joaquim "Purito" Rodríguez den Doppelschlag aus Etappensieg und Führung in der Gesamtwertung verpasst. Dennoch: Der Katusha-Kapitän liefert auf dem zwölf Kilometer langen und im Schnitt 7,9 Prozent steilen Schlussanstieg zum Alto de Sotres eine spektakuläre Vorstellung ab und holt sich auf seinem Aeroad CF SLXden Etappensieg. Damit trennt den Spanier nur noch eine Sekunde vom Gesamtführenden Fabio Aru.

"Momentan ist die Situation für mich perfekt. Ich habe zwar eine Sekunde Rückstand, aber das spielt momentan keine große Rolle. Am Ende wird der beste Fahrer die Vuelta gewinnen", sagt der 36-Jährige: "IN den letzten fünf Jahren bin ich vier Mal in den Top vier gelandet. Das will ich in diesem Jahr besser machen. Ich fühle mich gut und für mich ist es jetzt schon eine der besten Vueltas, die ich je gefahren bin."

Die Bergankunft in Sotres Cabrales hatte sich Purito in seinem Kalender schon seit Längerem rot markiert: "Die komplette Vuelta haben wir schon auf die diese Etappe geschielt, weil uns der Schlussanstieg sehr gut liegt. Dass es jetzt tatsächlich mit dem Sieg geklappt hat, ist umso schöner."

Quintana erholt und bereit zur Aufholjagd

Ebenfalls eine starke Performance legte Nairo Quintana ab. Nach seinem fiebrigen Magen-Darm-Virus scheint der Movistar Team-Kapitän schon fast wieder der Alte zu sein und fährt als Etappen-Vierter mit nur 15 Sekunden Rückstand auf Purito über den Zielstrich.

"Für mich ist es schon ein riesiger Erfolg, dass ich mich so schnell wieder erholt habe. Vor einigen Tagen fuhr ich noch zwischen den Teamfahrzeugen und kämpfte gegen meinen Ausstieg“, meint der Kolumbianer. Und auch in der Gesamtwertung hat Quintana als Neunter mit drei Minuten Rückstand noch ein Auge auf das Podium.

Den nächsten Angriff auf das Rote Trikot können die Canyon-Fahrer am Dienstag bei der Bergankunft in Alba starten. Vor allem Quintana hat einiges vor: "Ich habe mir die Ankunft in Alba angeschaut und ich mag sie. Ich hoffe, dass ich mich so stark wie heute fühle, oder noch ein bisschen stärker", so Quintana. 

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