Frühjahrsklassiker 2026: Der vollständige Guide von Canyon
Die Spring Classics 2026 stehen vor der Tür, und die Männer- und Frauen-Pelotons bereiten sich auf einige der besten Eintagesrennen der Welt vor, wobei die Tour of Flanders und Paris-Roubaix zu den größten und prestigeträchtigsten Rennen im Kalender zählen.
Die Frühjahrsklassiker 2026 stehen kurz bevor, und die Pelotons der Männer und Frauen sind bereit, sich auf dem härtesten und spannendsten Terrain Europas zu messen. Unser exklusiver Guide zu den Frühjahrsklassiker 2026 ist dein erster Anlaufpunkt für alle relevanten Renninformationen, einschließlich wie und wo man die Rennen verfolgt, auf welche Canyon-Fahrer man ein Auge haben sollte und vieles mehr.
Inhalt
Was sind die Classics im Radsport?
In Europa ausgetragen, sind die Frühjahrsklassiker eine Reihe hochkarätiger Eintagesrennen, die zu den ikonischsten und gefeiertsten Events im Radsportkalender zählen. Diese Rennen sind historisch bedeutsam, haben die Legenden des Profiradsports geprägt und einige der denkwürdigsten Momente des Sports hervorgebracht. Die bekanntesten Frühjahrsklassiker sind die Flandern-Rundfahrt (Tour of Flanders) und Paris–Roubaix. Beide Rennen stehen im Kalender der WorldTour der Frauen und Männer und sind Pflichttermine für jeden Radsportfan.
Wann beginnen die Frühjahrsklassiker 2026
Die Frühjahrsklassiker 2026 starten am letzten Februarwochenende mit dem belgischen Doppelrennen Omloop Nieuwsblad und Kuurne-Brussels-Kuurne. Zusammen als „Opening Weekend“ bezeichnet, bieten diese Auftaktrennen einen ersten Formtest für die Frühjahrsklassiker-Spezialisten, die über den Winter gezielt auf Spitzenleistungen für die kommenden Wochen trainiert haben. März und April werden von einer Reihe wichtiger Eintagesrennen dominiert und laufen bis zu den Ardennen-Klassikern, die in der zweiten Aprilhälfte stattfinden.
Die Storylines der Frühjahrsklassiker 2026
Die Frühjahrsklassiker sind die ideale Bühne für die besten Eintagesfahrer der Welt. Mit Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen hat das Team Alpecin-Premier Tech zwei Top-Athleten und bewährte Spring Classics-Fahrer im Aufgebot.
Van der Poel geht in die Classics, um seine Titel in Milan-San Remo und Paris-Roubaix zu verteidigen, nachdem er 2025 beide Rennen gewonnen hat. Der niederländische Fahrer, frisch von seinem achten Cyclo-Cross Weltmeistertitel auf einem individuell lackierten Canyon Inflite CFR unterwegs, wird einer der Hauptprotagonisten sein, auf den man während der gesamten Frühjahrs-Kampagne achten sollte – von Milan-San Remo bis hin zu einem möglichen Start bei den Ardennen Ende April.
Teamkollege Jasper Philipsen, ehemaliger Gewinner von Milan-San Remo und Paris-Roubaix, wird ebenfalls nach weiteren Erfolgen streben und möchte seinen Titel bei Kuurne-Brussels-Kuurne am Opening Weekend verteidigen. Weitere Teamkollegen wie Kaden Groves, der 2025 Fünfter in Milan-San Remo war, und Tibor Del Grosso könnten später im Frühling bei den Ardennen eine Rolle spielen.
Beim Movistar Team wird Neuzugang Cian Uijtdebroeks bei den Ardennen eine Rolle spielen, und der ehemalige U23-Zeitfahrweltmeister Iván Romeo hat die Saison bereits stark begonnen, mit einem Etappensieg und dem Gesamtsieg bei der Vuelta a Andalucía.
In der Women’s WorldTour sieht die Szene wettbewerbsfähiger aus als je zuvor! Chloé Dygert und die Gewinnerin der Tour de France Femmes avec Zwift 2024, Kasia Niewiadoma Phinney, werden für CANYON//SRAM zondacrypto in der Frühjahrs-Saison an der Startlinie stehen, während das Movistar Team mit Marlen Reusser, Cat Ferguson und Liane Lippert eine der stärksten Mannschaften im Peloton stellt.
Fenix-Premier Tech tritt ebenfalls auf Canyon-Rennrädern an und geht mit Puck Pieterse, Charlotte Kool – der Titelverteidigerin bei Omloop Nieuwsblad – und Neuzugang Lotte Claes in die Frühjahrsklassiker 2026.
Die Rennen der Frühjahrsklassiker 2026
Der Begriff „Frühjahrsklassiker“ ist weit gefasst und lässt Raum für Interpretationen. Unterschiedliche Kriterien bestimmen sowohl den genauen Start der Classics-Saison als auch, welche Rennen tatsächlich zu dieser Serie gezählt werden. Hier haben wir die wichtigsten Rennen zusammengetragen – darunter auch die Monumente, die im Frühjahr stattfinden.
Neben den Rennterminen für 2026 findest du hier wichtige Informationen dazu, wo und wie du die Rennen live streamen kannst, wo sich entlang der Strecke die besten Zuschauerplätze befinden und welche Radsportstars du im Blick behalten solltest, bevor die Frühjahrsklassiker 2026 starten.
Omloop Nieuwsblad
- Datum: 28. Februar 2026
- Ort: Belgien
- Distanz: 208km (Männer), 138km (Frauen)
- Live verfolgen: HBO Max, Discovery+, Flo Bikes (Nordamerika)
- Canyon-Fahrer im Fokus: Kasia Niewiadoma Phinney (CANYON//SRAM zondacrypto), Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech)
Omloop Nieuwsblad, früher unter dem Namen Omloop Het Volk bekannt, beinhaltet mehrere der flämischen Anstiege, die auch bei der Flandern-Rundfahrt eine Rolle spielen. Im Gegensatz zur monumentalen Herausforderung der Flandern-Rundfahrt umfasst der Kurs beim Omloop jedoch eine etwas moderatere Distanz von rund 208 Kilometern. Das Rennen gilt traditionell als Auftakt der Frühjahrsklassiker und für viele als inoffizieller Start der europäischen Straßensaison.
Zu den finalen Anstiegen im Jahr 2026 gehören der Muur van Geraardsbergen und der Bosberg, während das Ziel in Ninove häufig für ein spannendes Finale sorgt. Wie bei vielen Frühjahrsklassikern bieten die Veranstalter verschiedene Ticket- und Zuschauerpakete an, darunter auch Optionen in der ikonischen Stadt Gent. Wenn du deinen Standort entlang der Strecke gut wählst, kannst du sowohl das Männer- als auch das Frauenrennen sehen, da beide am selben Tag stattfinden – allerdings auf leicht unterschiedlichen Strecken.
Kuurne–Brussels–Kuurne
- Datum: 1st March 2026
- Ort: Belgien
- Distanz: 195km
- Live verfolgen: HBO Max, Discovery+, Flo Bikes (Nordamerika)
- Canyon-Fahrer im Fokus: Jasper Philipsen (Alpecin - Premier Tech)
Kuurne–Brussels–Kuurne findet am Tag nach Omloop Nieuwsblad statt. Teams passen ihre Aufstellungen häufig an das Streckenprofil an, das durch den Mangel an Anstiegen in der zweiten Rennhälfte oft auf einen reduzierten Massensprint hinausläuft. Trotz des sprintfreundlichen Charakters sind späte Attacken keine Seltenheit. Teams, die auf einen Sprint setzen, müssen daher genügend Fahrer in der Schlussphase dabei haben und aufmerksam bleiben.
Sowohl Omloop Nieuwsblad als auch Kuurne–Brüssel–Kuurne liefern einen ersten Einblick in die Form der Fahrer vor dem Rest der Frühjahrsklassiker. Da jedoch zwischen dem „Opening Weekend“ und den größten Eintagesrennen noch viele Wettkämpfe liegen, bleibt genügend Zeit, um die Form weiter zu verbessern.
Der frühe Start am Morgen in Kuurne bietet einen echten Einblick in die Kultur der belgischen Eintagesrennen. Das Bier fließt, leidenschaftliche Fans säumen die Straßen und die Fahrer liefern stets eine spektakuläre Show.
Strade Bianche
- Datum: 7. März 2026
- Ort: Italien
- Distanz: 201km (Männer), 131km (Frauen)
- Live verfolgen: HBO Max, Discovery+, Flo Bikes (Nordamerika), SBS (Australien).
- Canyon-Fahrer im Fokus: Liane Lippert (Movistar Team), Puck Pieterse (Fenix Premier Tech), Tibor Del Grosso (Alpecin - Premier Tech)
Nach den ersten Rennen in Belgien ziehen die Frühjahrsklassiker nach Italien weiter – zur vergleichsweise jungen Klassikerveranstaltung Strade Bianche. Das Rennen, das sowohl ein Männer- als auch ein Frauenrennen umfasst, wurde erstmals 2007 ausgetragen. Trotz seiner noch jungen Geschichte hat es sich schnell als wichtiges Event im Kalender etabliert. Einige Stimmen fordern sogar, dass Strade Bianche den Status eines Monuments erhalten sollte – trotz der vergleichsweise kurzen Distanz von etwa 200 Kilometern.
Die Postkartenkulisse der Toskana und die charakteristischen Schotterstraßen, die die Strecke der Strade Bianche prägen, sorgen für eine der ikonischsten Landschaften im Radsport. Zu den bisherigen Siegern zählen unter anderem Mathieu van der Poel und die ehemalige Fahrerin Annemiek van Vleuten. Auch wenn Strade Bianche der „Neuling“ unter den Klassikern ist, hat sich das Rennen längst als Pflichttermin für Radsportfans etabliert. Das Frauenrennen ist rund 70 Kilometer kürzer als das Männerrennen, steht diesem in Sachen Spannung und Wettbewerbsniveau jedoch in nichts nach.
Die toskanischen Schotterstraßen selbst zu fahren ist ein Erlebnis für sich. Wenn du das Rennen live sehen willst, gibt es jedoch kaum einen besseren Ort als die Piazza del Campo in Siena – ein Zielbereich, der schnell zu einem der ikonischsten im Radsport geworden ist. 2026 wird der Platz wieder bis auf den letzten Platz mit Radsportfans aus Italien und der ganzen Welt gefüllt sein.
Milan-San Remo
- Datum: 21. März 2026
- Ort: Italien
- Distanz: TBC
- Live verfolgen: HBO Max, Discovery+, Flo Bikes (Nordamerika), SBS (Australien).
- Canyon-Fahrer im Fokus: Jasper Philipsen and Mathieu van der Poel (both Alpecin - Premier Tech), Chloé Dygert (CANYON//SRAM zondacrypto).
Auch bekannt als La Classicissima und von Radsportfans weltweit verehrt, ist Mailand–San Remo das erste Monument der Saison. Das Rennen findet Ende März statt und erreicht fast 300 Kilometer Länge. Seit der ersten Austragung im Jahr 1907 hat es dem Radsport einige seiner spektakulärsten und unvergesslichsten Momente beschert.
Die Strecke führt entlang der ligurischen Küste, bevor sie mehrere Uphills angeht – darunter die oft rennentscheidenden Cipressa und Poggio-Anstiege. Beide sind weder besonders lang noch extrem steil (Cipressa 5,6 km, Poggio 3,7 km). Da sie jedoch innerhalb der letzten 20 Kilometer liegen, dienen sie häufig als Ausgangspunkt für legendäre Attacken und spektakuläre Abfahrten. Das Rennen bleibt so ausgeglichen zwischen Kletterern, Sprintern und Klassikerspezialisten, dass das Ergebnis oft bis zur Ziellinie offen bleibt. Mailand–San Remo entwickelt sich meist langsam, doch das Finale sorgt regelmäßig für Spannung bis zur letzten Sekunde.
Im vergangenen Jahr kehrte auch das Frauenrennen nach Mailand–San Remo zurück. 2026 findet es erneut am selben Tag wie das Männerrennen statt. Die Strecke folgt ebenfalls der ligurischen Küste und beinhaltet die Anstiege Cipressa und Poggio. Die Rückkehr dieses Rennens ist ein bedeutender Schritt für den Frauenradsport.
Der historische Zielbereich auf der Via Roma ist der perfekte Ort, um das Finale dieses Rennens zu erleben.
E3 Saxo Classic
- Datum: 27. März 2026
- Ort: Belgien
- Distanz: TBC
- Live verfolgen: HBO Max, Discovery+, Flo Bikes (Nordamerika).
- Canyon-Fahrer im Fokus: Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech), Iván García Cortina (Movistar Team).
Nach den Abstechern nach Italien mit Strade Bianche und Mailand–San Remo kehrt der WorldTour-Zirkus nach Belgien zurück und läutet eine intensive Phase der Kopfsteinpflasterrennen ein. Den Auftakt bildet die E3 Saxo Classic, eine Art Mini-Version der Flandern-Rundfahrt mit zahlreichen Kopfsteinpflasteranstiegen und technischen Abschnitten. 2025 feierte Mathieu van der Poel hier einen beeindruckenden Sieg, als er seine Verfolger mit einer mutigen Attacke aus der Distanz um mehr als eine Minute distanzierte.
Das Rennen startet in der kleinen Stadt Harelbeke, nur wenige Autominuten von der lebhafteren Stadt Kortrijk entfernt. Viele Teams übernachten dort bereits am Vorabend. Es lohnt sich ebenfalls, in Kortrijk zu bleiben und am Renntag nach Harelbeke zu fahren, um sowohl den Start als auch das Ziel zu erleben.
In Flanders Fields – von Middelkerke nach Wevelgem
- Datum: 29. März 2026
- Ort: Belgien
- Distanz: TBC
- Live verfolgen: HBO Max, Discovery+, Flo Bikes (Nordamerika), SBS (Australien).
- Canyon-Fahrer im Fokus: Chiara Consonni (CANYON//SRAM zondacrypto), Puck Pieterse (Fenix-Premier Tech), and Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech)
Das Rennen, das bis zum letzten Jahr unter dem Namen Gent–Wevelgem bekannt war, geht bis in die 1930er Jahre zurück und genießt legendären Status, zählt jedoch nicht zu den Monumenten des Radsports. Dennoch ist ein Sieg hier für jeden Fahrer äußerst prestigeträchtig. Die Strecke führt durch das Herz des belgischen Radsports.
Als semi-klassisches Rennen ist es aufgrund des relativ flachen Streckenprofils im Finale besonders für Sprinter geeignet. Zuvor müssen jedoch mehrere Anstiege des Kemmelberg bewältigt werden, bevor es wahrscheinlich zu einem reduzierten Massensprint in Wevelgem kommt.
Das Frauenrennen, das 2012 in den Kalender aufgenommen wurde, folgt einer sehr ähnlichen Strecke.
Der Start befindet sich inzwischen in Middelkerke, doch der Kemmelberg ist der offensichtlichste Punkt entlang der Strecke, um das Rennen zu verfolgen. Auch hier bieten die Veranstalter verschiedene Ticket- und Zuschauerpakete an.
Tour of Flanders
- Datum: 5. April 2026
- Ort: Belgien
- Distanz: TBC
- Live verfolgen: HBO Max, Discovery+, Flo Bikes (Nordamerika), SBS (Australien).
- Canyon-Fahrer im Fokus: Liane Lippert (Movistar Team), Puck Pieterse (Fenix Premier Tech), Chiara Consonni (CANYON//SRAM zondacrypto), Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech).
Eine Woche nach Gent–Wevelgem richtet sich die Aufmerksamkeit der Radsportwelt auf die Flandern-Rundfahrt (Ronde van Vlaanderen) – Belgiens wichtigstes und prestigeträchtigstes Eintagesrennen. Das Männerrennen wird seit 1913 ausgetragen und ist das zweite Monument der Saison, während das Frauenrennen seit 2004 existiert.
Die Strecke der Flandern-Rundfahrt wurde im Laufe der Jahre mehrfach verändert. Frühe Ausgaben starteten und endeten in Gent, doch inzwischen beginnt das Männerrennen in Antwerpen und endet in Oudenaarde.
2026 wird das Rennen der Männer zum 107. Mal ausgetragen. Die Anstiege Oude Kwaremont und Paterberg stehen erneut im Mittelpunkt. Der Kwaremont wird insgesamt dreimal befahren, der steilere Paterberg zweimal. Da zwischen der letzten Überquerung des Paterbergs und dem Ziel etwa 13 Kilometer liegen, dienen diese beiden Anstiege oft als Ausgangspunkt für die entscheidende Attacke. Gleichzeitig gibt es so viele Anstiege und taktische Faktoren, dass das Rennen jederzeit entschieden werden kann – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen.
Die Flandern-Rundfahrt gilt als eines der taktisch anspruchsvollsten Rennen im gesamten Radsport. Über mehr als 270 Kilometer sind neben Kraft auch Renntaktik und Rennintelligenz entscheidend.
Vom Start im Zentrum von Antwerpen über die ikonischen Anstiege bis zum Ziel in Oudenaarde bietet die Flandern-Rundfahrt zahlreiche spektakuläre Zuschauerpunkte. Die Veranstalter stellen Tickets für viele Schlüsselstellen bereit, darunter die wichtigsten Anstiege. Auch der Start im Zentrum von Bruges bietet eine der besten Radsport-Atmosphären überhaupt, mit tausenden Fans und einer großen Präsentation der Fahrer auf der Bühne.
Paris-Roubaix
- Datum: 12. April 2026
- Ort: Frankreich
- Distanz: TBC
- Live verfolgen: HBO Max, Discovery+, SBS On Demand (TBC), Flo Bikes (Nordamerika)
- Canyon-Fahrer im Fokus: Chloé Dygert (CANYON//SRAM zondacrypto), Puck Pieterse (Fenix Premier Tech), Mathieu van der Poel and Jasper Philipsen (both Alpecin - Premier Tech)
Der letzte Frühjahrsklassiker und zugleich das Monument der Kopfsteinpflaster-Kampagne 2026 ist Paris–Roubaix – wohl das berühmteste Eintagesrennen im Radsport. Das Rennen, dessen Geschichte bis ins Jahr 1896 zurückreicht, findet im Norden Frankreichs statt und trägt aufgrund seines brutalen Charakters und der knallharten Pavé-Sektoren entlang der Strecke den Beinamen „Die Hölle des Nordens“.
Das Rennen wurde ursprünglich von Textilfabrikanten aus Roubaix ins Leben gerufen und ist tief in der Geschichte des Radsports verwurzelt. Es hat zahlreiche legendäre Momente hervorgebracht – vom ersten Zieleinlauf im berühmten Velodrom von Roubaix in den 1940er-Jahren über Dirk Demols ganztägige Flucht 1988, die legendäre Mapei-Dreifachdominanz 1996 bis hin zu Tom Boonen, der 2012 mit seinem vierten Sieg den Rekord von Roger De Vlaeminck einstellte und damit zu einem der erfolgreichsten Fahrer der Rennhistorie wurde.
Was Paris–Roubaix jedoch wirklich zum Monument und zur Legende macht, sind die Kopfsteinpflaster-Passagen. Die Trouée d’Arenberg, Mons-en-Pévèle und Carrefour de l’Arbre zählen zu den gefürchtetsten und zugleich berühmtesten Pavé-Sektoren im Radsport und haben einige der spektakulärsten Rennmomente aller Zeiten hervorgebracht. Ob bei Regen oder trockenen Bedingungen – jede Ausgabe von Paris–Roubaix sorgt für spektakuläre Rennaction, und auch die diesjährige Strecke verspricht wieder ein echtes Highlight zu werden.
Im Jahr 2021 wurde schließlich auch ein Frauenrennen von Veranstalter ASO in den Kalender aufgenommen. Obwohl das Rennen noch eine kurze Geschichte vorweist, trägt es bereits alle Merkmale eines zukünftigen Klassikers und eines der prestigeträchtigsten Events im Radsportkalender.
Der Start in Compiègne ist immer ein besonderes Erlebnis, ebenso wie die Teampräsentationen, die dort im Vorfeld stattfinden. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Rennen zu verfolgen – etwa am Carrefour de l’Arbre oder im Wald von Arenberg, wenn du deine Planung gut abstimmst. Wichtig ist jedoch: Anders als bei vielen anderen Rennen auf dieser Liste finden die Frauen- und Männerausgaben von Paris–Roubaix an unterschiedlichen Tagen statt. Natürlich darf auch das berühmte Finale im Velodrom von Roubaix nicht fehlen, für das Tickets im Voraus erhältlich sind.
Die Ardennen-Klassiker
Nach dem Abschluss der Kopfsteinpflaster-Klassiker in Belgien und Frankreich zieht der Radsporttross in die Ardennen weiter, wo die Frühjahrsklassiker ihren Abschluss finden. Die Ardennen-Serie besteht im Wesentlichen aus drei Rennen:
- Amstel Gold Race in den Niederlanden
- La Flèche Wallonne in Belgien
- Liège-Bastogne-Liège in Belgien
Alle drei Veranstaltungen umfassen jeweils ein Männer- und ein Frauenrennen. Den Auftakt macht das Amstel Gold Race – das jüngste der drei Rennen – eine Woche nach Paris–Roubaix. Das niederländische Rennen ist eng mit dem Anstieg Cauberg verbunden, doch auf der Strecke der Männer warten insgesamt rund 30 kurze Anstiege. Das Ziel wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach verändert, doch der Cauberg bleibt meist der letzte Anstieg vor dem Finale und dient häufig als Ausgangspunkt für die entscheidenden Attacken. 2019 feierte Mathieu van der Poel hier seinen ersten Klassiker-Sieg, nachdem er kurz vor dem Ziel eine dreiköpfige Spitzengruppe einholte und anschließend einen spektakulären Sprint gewann.
Während das Amstel Gold Race vor allem mit dem Cauberg verbunden wird, steht bei La Flèche Wallonne ganz klar der Anstieg Mur de Huy im Mittelpunkt. Der „Wallonische Pfeil“, wie das Rennen auf Englisch genannt wird, endet auf diesem extrem steilen Schlussanstieg mit Rampen von bis zu 26 Prozent – ein Anstieg, der fast immer über Sieg oder Niederlage entscheidet. Die Organisatoren von ASO haben das Finale in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst, um neue Angriffsmöglichkeiten zu schaffen und das Rennen früher zu öffnen. Dennoch wurde in den letzten Jahrzehnten fast jedes Rennen auf dem finalen Anstieg entschieden.
Der letzte Frühjahrsklassiker und zugleich das einzige Ardennenrennen mit Monument-Status ist Lüttich–Bastogne–Lüttich. Auch bekannt als La Doyenne oder „die alte Dame“, reicht die Geschichte dieses Rennens bis ins Jahr 1892 zurück, während das Frauenrennen 2017 in den Kalender aufgenommen wurde. Es ist das älteste Monument im Radsport und gilt – ähnlich wie die Flandern-Rundfahrt oder Paris–Roubaix – als eines der härtesten Eintagesrennen der Welt. Wie bei der Flandern-Rundfahrt ist auch dieses Rennen geprägt von zahlreichen kurzen, aber extrem anspruchsvollen Anstiegen. Trotz verschiedener Streckenänderungen über die Jahre bleiben die legendären Anstiege Côte de La Redoute, Côte de la Roche-aux-Faucons und Côte de Saint-Nicolas zentrale Elemente des Rennens.
Eddy Merckx hält mit insgesamt fünf Siegen den Rekord bei Liège–Bastogne–Liège. Die italienische Radsportlegende Moreno Argentin sowie Alejandro Valverde – der einen Großteil seiner Karriere auf einem Canyon fuhr – liegen mit jeweils vier Siegen direkt dahinter.
Die besten Orte, um die Ardennenrennen mitzuerleben
- Amstel Gold Race: Die besten Orte sind der Start in Maastricht, der Cauberg sowie das Ziel in Valkenburg.
- La Fleche Wallonne: Der beste Zuschauerpunkt ist das Ziel auf dem Mur de Huy. Die Fahrer passieren den Anstieg mehrmals.
- Liège–Bastogne–Liège: La Redoute und Saint-Nicolas bieten hervorragende Aussichtspunkte und sind häufig Schauplatz entscheidender Rennsituationen.
2026 Frühjahrsklassiker Kalender
Unten findest du eine vollständige Übersicht aller großen Frühjahrsklassiker 2026, mit Terminen für Männer- und Frauenrennen – vom Opening Weekend Ende Februar bis zur Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix und den Ardennen-Klassikern im April.
| Date | Race |
|---|---|
| 28. Februar | Omloop Nieuwsblad Women |
| 28. Februar | Omloop Nieuwsblad Men |
| 1. März | FENIX Omloop van het Hageland |
| 1. März | Kuurne-Brussel-Kuurne |
| 3. März | Ename Samyn Classic |
| 4. März | Beobank Samyn Ladies |
| 7. März | Strade Bianche Women |
| 7. März | Strade Bianche Men |
| 15. März | Trofeo Alfredo Binda - Comune di Cittiglio |
| 18. März | Nokere Koerse Women |
| 18. März | Nokere Koerse Men |
| 19. März | Grand Prix de Denain - Porte du Hainaut |
| 21. März | Milan-San Remo |
| 21. März | Milan-San Remo Women |
| 26. März | Ronde van Brugge - Tour of Bruges - Men |
| 26. März | Ronde van Brugge - Tour of Bruges - Women |
| 27. März | E3 Saxo Bank Classic |
| 29. März | In Flanders Fields - From Middelkerke to Wevelgem - Men |
| 29. März | In Flanders Fields - From Middelkerke to Wevelgem Women |
| 1. April | Dwars door Vlaanderen Women |
| 1. April | Dwars door Vlaanderen Men |
| 5. April | Tour of Flanders Women |
| 5. April | Tour of Flanders Men |
| 8. April | Scheldeprijs Women |
| 8. April | Scheldeprijs Men |
| 12. April | Paris-Roubaix Women |
| 12. April | Paris-Roubaix Men |
| 17. April | De Brabantse Pijl - La Flèche Brabançonne Women |
| 17. April | De Brabantse Pijl - La Flèche Brabançonne Men |
| 19. April | Amstel Gold Race Women |
| 19. April | Amstel Gold Race Men |
| 22. April | La Flèche Wallonne Women |
| 22. April | La Flèche Wallonne Men |
| 26. April | Liège-Bastogne-Liège Men |
| 26. April | Liège-Bastogne-Liège Femmes Women |
Die Frühjahrsklassiker gehören zu den prestigeträchtigsten und aufregendsten Rennen im Radsport. Sie haben bei uns hier bei Canyon einen besonderen Stellenwert. Vergiss nicht, uns auf X, Facebook und Instagram zu folgen, um Benachrichtigungen über wichtige Stories und Action der Frühjahrsklassiker zu erhalten. Werde Teil der Canyon-Community, um die neuesten Frühjahrsklassiker-News direkt in dein Postfach zu bekommen.
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Über den AutorDaniel Benson
Mach dich bereit für eine aufregende Reise durch die Welt des Radsports mit Daniel Benson, einem erfahrenen Journalisten, der über einige der größten Ereignisse des Sports berichtet hat, von der Tour de France bis zu den Olympischen Spielen.