Triathlon-Tipps für Anfänger: Stark starten bei deinem ersten Wettkampf
Möchtest du in die Welt des Triathlons einsteigen, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? In unserem umfassenden Triathlon-Leitfaden für Anfänger erfährst du alles, was du über den Einstieg in die Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen wissen musst.
Von den verschiedenen Triathlon-Distanzen und der essenziellen Ausrüstung für deinen ersten Triathlon über Tipps fürs Training und den Wettkampf bis hin zu den häufigsten Anfängerfehlern. Mach dich bereit für einen starken Auftakt zu deiner persönlichen Triathlon-Laufbahn.
Inhalt
Was ist ein Triathlon? Die Basics im Überblick
Ein Triathlon ist ein ausdauersportlicher Mehrkampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen, bei dem die Uhr auch während der Wechsel zwischen den Disziplinen (Transitions) läuft. Der Begriff Triathlon taucht zum ersten Mal in den 1970ern bei einem Event in San Diego, Kalifornien auf. Im Jahr 2000 wurde Triathlon in Sydney erstmals als olympische Disziplin eingeführt. Seitdem sind Spitzensportler und Amateure auf der ganzen Welt von dieser besonderen Sportart fasziniert.
Es gibt eine große Vielfalt an verschiedenen Triathlon-Distanzen zur Auswahl, von der explosiven Sprintdistanz bis hin zum berühmt-berüchtigten Ironman. In letzter Zeit kamen außerdem neue Formate wie Staffel-Triathlons oder Etappenrennen im Enduro-Stil hinzu. Hier die klassischen Triathlon-Distanzen im Überblick:
- Sprintdistanz (auch Volksdistanz oder Jedermann-Triathlon): 750 m Schwimmen / 20 km Radfahren / 5 km Laufen
- Olympische Distanz: 1.500 m Schwimmen / 40 km Radfahren / 10 km Laufen
- Mitteldistanz („Half Ironman“): 1.900 m Schwimmen / 90 km Radfahren / 21,1 km Laufen
- Langdistanz („Ironman“): 3.800 m Schwimmen / 180 km Radfahren / 42,2 km Laufen
Egal, für welche Distanz du dich entscheidest: die Teilnahme an einem Triathlon ist eine große Errungenschaft. Denn dazu musst du nicht nur drei unterschiedliche Disziplinen beherrschen, sondern auch lernen, schnell von einer auf die nächste Disziplin umzuschalten und dir deine Kräfte einzuteilen, um es bis ins Ziel zu schaffen.
Einen Triathlon sollte man nicht unterschätzen, aber das Gefühl beim Überqueren der Ziellinie bei deinem allerersten Rennen ist einzigartig – und es macht süchtig.
Bist du bereit, in die faszinierende Welt des ultimativen Ausdauersports einzutauchen? Lies weiter, um alles zu erfahren, was du für deinen ersten Triathlon-Start wissen musst!
Entscheide dich für eine Distanz
Wenn du einen Triathlon machen willst, stellt sich als erstes die Frage nach der Distanz. Von der Langdistanz mit der markanten Bezeichnung „Ironman“ geht ein ganz eigener, geradezu mystischer Reiz aus. Ein Ironman ist jedoch eine enorme Herausforderung, die nur mit extremem Vorbereitungsaufwand zu schaffen ist – das Training wird zum zentralen Bestandteil deines Lebens. Viele Sportler bevorzugen auch den höheren Adrenalinspiegel kürzerer Distanzen.
Wie auch immer deine langfristigen Ziele aussehen – als Triathlon-Einsteiger solltest du mit einer der kürzeren Distanzen anfangen, um dich mit dem Prozedere vertraut zu machen.
Sprintdistanz oder Olympische Distanz
Mit 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen bietet die Sprintdistanz die niedrigste Schwelle für Triathlon-Einsteiger, was die zurückzulegenden Strecken angeht. Wenn du allgemein auf einem guten Fitnesslevel bist und schwimmen, Rad fahren und laufen kannst, wirst du nicht allzu viele Wochenstunden ins Training investieren müssen, um dein erstes Rennen zu bestehen.
Aufgrund der kürzeren Distanzen musst du dir auch nicht allzu große Gedanken um spezielles Equipment machen – nicht selten sieht man in der Wechselzone eines lokalen Triathlon-Sprints ganz normale Alltagsräder neben den High-End-Rennrädern – und in manchen Fällen wird in einem Schwimmbecken statt in einem offenen Gewässer geschwommen.
Die Sprintdistanz bietet sich für Triathlon-Einsteiger an, die gerade erst anfangen, ihre Fitness aufzubauen oder erst einmal schauen wollen, ob ihnen der Sport überhaupt gefällt, bevor sie den Trainingsaufwand für eine längere Distanz investieren.
Wenn du in den einzelnen Disziplinen bereits etwas mehr Erfahrung hast und eine solide Ausdauer mitbringst, kannst du auch eine Olympische Distanz in Erwägung ziehen. Dazu gehören 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen. Die meisten Amateure (im Triathlon „Age Grouper“ genannt) erreichen hier eine Gesamtzeit zwischen 2,5 und 3 Stunden, also solltest du dein Training entsprechend ausweiten.
Was ist ein realistisches Ziel für den ersten Triathlon?
Die richtige Distanz für deinen ersten Triathlon hängt von deinem persönlichen Fitnesslevel und anderen Voraussetzungen ab.
- Wie weit kannst du schon sicher schwimmen, Rad fahren und laufen?
- Wie viel Zeit steht dir neben anderen Verpflichtungen (Arbeit, Familie, etc.) zum Trainieren zur Verfügung?
Wenn du gerade mit dem Ausdauersport anfängst und erst einmal ausprobieren möchtest, ob Triathlon etwas für dich ist, solltest du mit einer Sprintdistanz anfangen. Wenn du bereits Erfahrung im Schwimmen/Radfahren/Laufen und ein gutes Ausdauerlevel mitbringst, kann auch die Olympische Distanz sinnvoll sein.
Vergiss nicht: Nur weil die Strecken kurz sind, ist es nicht gleich einfach. Wer sich auf die Sprintdistanz spezialisiert, weiß, dass es in vieler Hinsicht genauso schwierig ist, hier die bestmögliche Zeit zu schaffen, wie bei einer Langdistanz – nur eben auf eine andere Art und Weise. Nach deinem ersten Finish bei einem Triathlon musst du nicht unbedingt auf eine höhere Distanz hinarbeiten, um dich weiter herauszufordern – du kannst genauso gut versuchen, deine Zeit zu verbessern.
Welche Ausrüstung braucht man für den ersten Triathlon?
Du hast dich für eine Distanz entschieden, einen Startplatz gefunden und mit dem Training begonnen. Zeit, sich für den großen Tag auszustatten. Es gibt eine Menge an Triathlon-Ausrüstung, die du dir zulegen könntest, aber für das erste Rennen gehen wir zunächst die Essentials durch.
Essenzielle Schwimmausrüstung für einen Triathlon
Für dein Schwimmtraining brauchst du nur eine Schwimmbrille und Schwimmbekleidung. Eine Badekappe ist besonders sinnvoll, wenn du lange Haare hast – und bei Rennen ist sie ohnehin oft Pflicht, also macht es Sinn, sich rechtzeitig daran zu gewöhnen.
Das hängt von einigen Faktoren ab; ein Neoprenanzug kann verpflichtend, erlaubt oder verboten sein. In offenen Gewässern ist ein Neoprenanzug oft erforderlich (außer bei hohen Temperaturen), da er für zusätzlichen Auftrieb sorgt und dich warmhält. Achte darauf, einen Triathlon-spezifischen Anzug zu nehmen; diese Modelle bieten mehr Bewegungsfreiheit und lassen sich in der Wechselzone schneller ausziehen als Anzüge für Surfer.
Du kannst einen Badeanzug bzw. eine Badehose tragen und dich dann in Fahrradbekleidung und anschließend in Laufkleidung umziehen (oder in Fahrradbekleidung laufen). Das Umziehen kostet jedoch Zeit, und je nach Umkleideregeln musst du ggf. verschiedene Schichten übereinander anhaben, was unbequem sein kann.
Deshalb entscheiden sich viele Triathleten für einen Triathlon-Einteiler, der darauf ausgelegt ist, bei allen drei Disziplinen zu funktionieren. Falls die Schwimmstrecke es erfordert, kann ein Neoprenanzug darüber getragen werden, der in der Wechselzone abgelegt wird.
Bei den meisten Rennen ist es verpflichtend, eine Startnummer zu tragen, die beim Radfahren auf dem Rücken und beim Laufen auf der Vorderseite anzubringen ist. Die Startnummer darf beim Schwimmen nicht getragen werden; daher ist ein Startnummernband empfehlenswert, das sich schnell anlegen und beim Wechsel mühelos von hinten nach vorne drehen lässt.
Bike-Setup für Triathlon (Was du wirklich brauchst)
Um deinen ersten Triathlon zu absolvieren, musst du nicht in ein extrem aerodynamisches Bike-Setup investieren. Hier die Basics, die du auf jeden Fall benötigst:
- Ein gut funktionierendes Fahrrad. Ein Rennrad ist ideal, aber du kannst auch mit einem Gravel Bike, Mountainbike oder deinem Alltagsrad teilnehmen. Achte darauf, dass Bremsen und Schaltung richtig funktionieren und alle Schrauben Bei den meisten Triathlons für Einsteiger ist fast jedes Fahrrad erlaubt, sodass du auch ohne größere Investitionen antreten kannst.
- Ein Fahrradhelm: Im Triathlon gilt grundsätzlich eine Helmpflicht. Dein Helm muss fest auf dem Kopf sitzen und der Kinnriemen vollständig geschlossen sein, bevor du dein Rad vom Ständer nimmst.
- Ein Pannenset. Bei manchen Rennen gibt es Pannenhelfer, aber generell wird erwartet, dass du geringfügige Probleme wie eine Reifenpanne selbst beheben kannst. Dein Pannenset sollte einen Ersatzschlauch, eine CO2-Kartusche oder Pumpe und Reifenheber beinhalten.
- Flaschenhalter. Du solltest einen Flaschenhalter an deinem Rad anbringen – selbst bei kürzeren Distanzen lohnt es sich, genügend Flüssigkeit auf dem Rad zu dir zu nehmen, damit du beim Laufen ausreichend hydriert bist.
- Optional: Fahrradcomputer. Du brauchst nicht unbedingt einen Fahrradcomputer, um an einem Triathlon teilzunehmen, aber viele Triathleten benutzen einen, um den Überblick über die Distanz zu behalten und das Tempo im Auge zu behalten, damit sie sich nicht vorzeitig verausgaben.
Viele Triathleten tragen beim Radfahren auch Fahrradschuhe, um vom zusätzlichen Komfort und der besseren Kraftübertragung zu profitieren. Falls du jedoch wenig Erfahrung auf dem Rad hast und es nicht gewohnt bist, mit Klickpedalen zu fahren, spricht nichts dagegen, mit Plattformpedalen und deinen Laufschuhen zu fahren.
Grundlegende Laufausrüstung
Das Einzige, was du für den dritten Teil eines Triathlons wirklich brauchst, sind gute Laufschuhe. Du musst nicht in besonders schnelle Wettkampfschuhe aus Carbon investieren, aber es lohnt sich, ein Paar zu finden, das dir gut passt und genug Support für Training und Wettkampf bietet.
Je nach Jahreszeit können auch eine Laufmütze und eine Sonnenbrille sinnvoll sein.
Braucht man als Einsteiger ein Triathlon-Rad?
Ein Triathlon-Rad ist ein aerodynamisches Fahrrad mit einer speziellen Rahmengeometrie und einem besonderen Lenker, das darauf ausgelegt ist, dich so schnell und effizient fahren zu lassen – das vielleicht beste Beispiel ist das Canyon Speedmax. Als Einsteiger brauchst du aber kein Triathlon-spezifisches Rad. Ein normales Rennrad (wie z. B. Das Canyon Ultimate oder Aeroad) ist ideal, da es sich sowohl für den Wettkampf als auch für vielseitige Trainingsszenarien eignet. Aber wenn du noch nicht sicher bist, ob Triathlon etwas für dich ist, reicht für dein erstes Rennen auch ein Fitnessbike oder ein MTB – Hauptsache, es ist in einem guten, funktionstüchtigen Zustand.
Detailliertere Infos zum Thema findest du in unserem Ratgeber Triathlon-Bikes für Einsteiger.
Das richtige Training für den ersten Triathlon
Die Vorbereitung auf deinen ersten Triathlon ist ein spannender Prozess. Welches Training du brauchst, hängt von einer Reihe von Faktoren ab; dazu gehören dein aktuelles Fitnesslevel, die gewählte Distanz und deine eigenen Erwartungen. Hier ein paar generelle Tipps für einen erfolgreichen Start.
So strukturierst du dein Schwimm-, Radfahr- und Lauftraining
Als Einsteiger ist es ideal, pro Woche zwei Sessions in jeder Disziplin als Basis einzuplanen. Das gibt dir die Möglichkeit, deine Fitness aufzubauen und deine technischen Fähigkeiten in jeder der Disziplinen zu üben, damit du gut vorbereitet an die Startlinie kommst.
Jeweils eine der Sessions sollte auf stetiges, ausdauerorientiertes Schwimm-, Radfahr- bzw. Lauftraining fokussiert sein. Unabhängig von der Distanz ist jeder Triathlon ein Ausdauerwettkampf, also ist es wichtig, deinen Langstreckenmotor zu trainieren und eine solide aerobe Grundausdauer aufzubauen, damit du 90 Minuten und mehr gut durchhältst. Darauf, wie sich eine Ausdauer-Session anfühlen sollte, kommen wir später genauer zu sprechen.
Die zweite Session gilt wettkampfspezifischen Fähigkeiten und Intensitätstraining in der jeweiligen Disziplin. Beim Schwimmen kannst du kürzere Intervalle mit höherer Intensität in dein Set einbauen (z. B. 50-m-Serien) und während der Aufwärm- und Cooldown-Phasen Dinge wie das Sichten für offene Gewässer üben.
Auf dem Bike kannst du mit Intervallen oder wiederholten Anstiegen arbeiten. Läufe mit progressivem Tempo sind ein hervorragendes Training für den großen Tag – starte mit einem entspannten Tempo und steigere es nach und nach, bis du dein angestrebtes Renntempo erreichst.
In den letzten Wochen vor dem Renntag solltest du deinen zweiten Lauf direkt im Anschluss an deine Ausdauersession auf dem Rad einplanen. So kannst du dich daran gewöhnen, direkt nach dem Radfahren zu laufen und bist besser auf die zweite Transition vorbereitet.
- Plane leichtere Tage zwischen den intensiven Sessions ein.
- Lege in den letzten 3–4 Wochen vor dem Rennen ein paar Läufe direkt nach dem Radfahren ein.
- Lass dir genügend Zeit für die Erholung – mindestens einen Ruhetag pro Woche – damit du keinen Burnout bekommst oder übertrainierst.
- Trau dich, andere um Hilfe zu bitten: Du musst keine Profikarriere vor dir haben, um Unterstützung beim Training zu bekommen. Triathlon-Coaches helfen gerne auch Einsteigern. Alternativ kannst du einem Verein beitreten und von erfahreneren Mitgliedern lernen.
Ausdauer und Konsistenz aufbauen
Triathlon ist ein Ausdauersport, das gilt von der Sprintdistanz bis zum Ironman. Ausdauer und konsistentes Training sind entscheidende Faktoren für den Erfolg am Renntag.
Das Training bei stetigem Tempo – oft ist von „Zone 2“ die Rede – ist essenziell. Bei rund 40% gefühltem Einsatz sind Herzfrequenz und Atmung leicht erhöht, aber du solltest noch in der Lage sein, eine Unterhaltung zu führen. Auch wenn dieses Training langweilig sein kann, ist es ein entscheidender Baustein für eine starke Grundlagenfitness und den Aufbau deiner aeroben Effizienz, damit du auf Dauer mit weniger Energieeinsatz schneller schwimmen, Rad fahren und laufen kannst.
Detailliertere Infos findest du in unserem Artikel über Ausdauertraining für die Langstrecke.
Die beste Trainingswoche aller Zeiten hilft wenig, wenn du danach inkonsistent wirst. Beim Training für einen Triathlon geht es nicht um eine große Hero-Session, sondern darum, Woche für Woche am Ball zu bleiben.
- Organisieren: Passe dein Training an deinen Kalender an, plane deine Sessions im Voraus, und lege deine Ausrüstung am Vorabend zurecht, um Barrieren abzubauen.
- Nicht übertrainieren: Achte auf ausreichende Erholung nach harten Sessions. Erschöpfung oder Verletzungen sind der Feind jedes Trainingsplans.
- Realistisch bleiben: Dein Trainingsplan muss zu deinem Lebensstil passen – Konsistenz ist wichtiger als übereifrige Ziele.
- Spaß haben: Tritt einem Verein bei oder trainiere mit anderen – Konsistenz ist leichter, wenn man nicht allein ist.
Training für die Wechselzone: so wichtig ist die „vierte Disziplin“
Dass du Schwimmen, Radfahren und Laufen trainieren musst, ist klar. Aber eine Sache, die unerfahrene Triathleten oft beim Training vernachlässigen, ist der Wechsel von einer Disziplin zur nächsten. Hier verfällt man leicht in Hektik, und es kommt zu peinlichen Fehlern oder erheblichem Zeitverlust.
Richte dir zu Hause eine kleine Wechselzone ein und übe die Abläufe ein. Gehe alle Schritte durch, die du nach dem Schwimmen und vor dem Radfahren absolvieren musst (Neopren aus, Brille aus, Badekappe ab, Helm auf, Startnummer an...) und lerne, den Wechsel präzise, aber zügig durchzuführen.
Das Aufsteigen will auch geübt sein – an der Aufstiegslinie kann es voll werden, und es ist erstaunlich, wie viel Zeit manche Age-Grouper hier verlieren. Dasselbe gilt für den Übergang vom Radfahren zum Laufen – sicher absteigen, mit dem Bike zum Stellplatz laufen, Schuhe wechseln, Helm absetzen – auch diese Schritte solltest du üben.
Wettkampf-Tipps für Triathlon-Einsteiger
Der große Tag kann etwas überwältigend sein, aber mit der richtigen Vorbereitung ist es halb so wild. Wenn du weißt, was auf dich zukommt, und gut organisiert bleibst, kannst du die Ruhe bewahren und das Erlebnis genießen.
Vorbereitung von Ausrüstung und Wechselzone
Lies die Informationen vom Veranstalter sorgfältig, damit du weißt, wann du dich anmelden, die Wechselzone vorbereiten und an der Startlinie sein musst. Am Renntag ist die Zeit knapp, also lohnt es sich umso mehr, gut vorbereitet zu sein.
Finde deinen zugewiesenen Platz in der Wechselzone und achte auf Orientierungspunkte, damit du dein Rad nach dem Schwimmen schnell findest. Stelle dein Fahrrad wie beschrieben ab und lege deine Ausrüstung in der passenden Reihenfolge zurecht – Fahrradsachen zuerst (Helm, Schuhe, Startnummernband), die Laufsachen dahinter. Achte darauf, alles ordentlich und einsatzbereit zu platzieren.
Prüfe abschließend deinen Reifendruck, schalte in einen Gang, in dem du gut anfahren kannst, und mache dich mit den Abläufen vertraut. Dazu gehören auch die vorgeschriebenen Bereiche zum Auf- und Absteigen.
Achte darauf, dass genügend Zeit übrigbleibt, um dich auf das Schwimmen vorzubereiten, und dass du keine wichtigen Durchsagen verpasst – und genieße die Atmosphäre kurz vor deinem ersten Triathlon!
Pacing und Verpflegung
Am Morgen des Renntags solltest du ein paar Stunden vor dem Start ein ballaststoffarmes und kohlenhydratreiches Frühstück zu dir nehmen – z. B. Porridge, Marmeladentoast oder Reis mit Honig. Vermeide ballaststoffreiche oder fettige Nahrungsmittel, um deine Verdauung nicht zu überfordern, und sorge für ausreichende Flüssigkeitszufuhr – z. B. eine Trinkflasche mit Elektrolyten beim Vorbereiten der Wechselzone.
Bei einem Sprintdistanz-Triathlon musst du während des Rennens vielleicht keine Nahrung zu dir nehmen, aber Hydration ist ein Muss. Für Rennen mit Olympischer Distanz und mehr solltest du alle 30 Minuten Energie zu dir nehmen (in Form von Gels, Riegeln oder Sportgetränken). Übe deine Verpflegungsstrategie bereits im Training ein, um herauszufinden, was für dich am besten funktioniert.
Achte während des Rennens darauf, nicht zu früh ein zu hohes Tempo zu machen. Halte deine Leistung auf dem Bike konstant und bereite dein Lauftempo gut vor – deine Beine werden sich zunächst schwer anfühlen, aber wenn du dich allmählich steigerst, kannst du am Ende mehr geben.
Ruhe bewahren und das Rennen genießen
Die erste Teilnahme an einem Triathlon ist etwas Besonderes, aber auch nervenaufreibend. Es ist normal, etwas nervös zu werden, wenn der Renntag näher rückt. Hier ein paar Tipps, wie du im Vorfeld cool bleibst, damit du dein Rennen genießen kannst:
- Rechtzeitig planen: Überlege, was vielleicht schief gehen kann und wie du damit umgehen würdest – so fühlst du dich sicherer.
- Nervosität akzeptieren: Sie gehört dazu. Versuche, sie weniger als Stress und eher als Aufregung zu betrachten.
- Einstimmen: Eine gute Playlist kann dir am Renntag mehr Energie und Selbstvertrauen geben.
- Durchatmen: Einfache Atemtechniken (z. B. 3 Sek. ein- und 5 Sek. Ausatmen) können dich schnell zentrieren.
- Perspektive bewahren: Erst schwimmen, dann Rad fahren, dann laufen. Mach es nicht komplizierter, als es ist, vertraue auf dein Training und genieße das Erlebnis.
Häufige Anfängerfehler im Triathlon
Wir alle haben Geschichten über unsere Anfängerfehler beim Triathlon – manche davon sind lustig, andere einfach nur ärgerlich. Fehler passieren. Hier sind einige, die du vermeiden kannst:
- Beim Schwimmen von der Strecke abkommen: Es kann schnell passieren – schau dich regelmäßig um und schwimme nicht einfach irgendwem hinterher.
- Dein Bike in der Wechselzone verlieren: Kenne deinen Platz, zähle die Reihen und orientiere dich an festen Punkten, um dein Bike schnell zu finden.
- Die Helmregeln vergessen: Setze deinen Helm auf und schließe den Kinnriemen unbedingt, bevor du dein Rad vom Ständer nimmst. Nach dem Radfahren gilt: Erst das Rad wieder sicher einhängen, dann den Helm öffnen! Ansonsten droht die Disqualifikation.
- Die Auf-/Abstiegslinie verpassen: Vermeide es unbedingt, zu früh auf- oder zu spät abzusteigen.
- Im Windschatten fahren: Bei den meisten Triathlons herrscht Windschattenverbot. Laut DTU-Regelwerk musst du eine exakte Windschattenbox von 12 Metern zum Vordermann einhalten, um keine Zeitstrafe zu riskieren.
- Helm nicht absetzen: Es kommt vor – aber lauf nicht mit Helm los!
- Zu früh zu schnell sein: Teile deine Kraft ein – wer zu schnell Rad fährt, hat einen harten Lauf vor sich.
- Zu wenig Verpflegung: Achte bei längeren Distanzen darauf, regelmäßig Nahrung zu dir zu nehmen – sonst fährst du gegen eine Wand.
Was kommt nach dem ersten Triathlon?
Vielleicht fragst du dich, was der nächste Schritt ist, nachdem du deinen ersten Triathlon absolviert hast. Das Schöne am Triathlon ist, dass der perfekte Tag nicht existiert – es gibt immer ein neues Ziel oder etwas, woran wir arbeiten können. Außerdem sind keine zwei Rennen gleich, was einer der Gründe dafür ist, dass Triathlon so süchtig macht.
Wenn dich das Triathlon-Virus infiziert hat, ist es Zeit, dein nächstes Event ins Visier zu nehmen. Wenn du bereit für ein Upgrade bist, lohnt sich ein Blick in unsere Kaufratgeber für Triathlon-Bikes bzw. Rennräder, um die Möglichkeiten zu erkunden. Mit unserem Modellfinder und dem Vergleichstool kannst du die Auswahl weiter eingrenzen und das beste Bike für deine Anforderungen finden.
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Über die AutorinJennifer Lucas-Hill
Jen Lucas-Hill ist freiberufliche Autorin, Sporttherapeutin und Langstrecken-Triathletin aus Großbritannien. Sie kommt aus dem Sportjournalismus und war zuletzt als Content Director bei TRI247 tätig. Als sechsmalige Ironman-Finisherin und Kona-Qualifikantin findet man sie meistens auf der Straße – beim Training für ihr nächstes Rennen. Aber seit sie kürzlich ein Canyon Grizl zu ihrem Fahrradbestand hinzugefügt hat, geht das Gerücht um, dass sie sich in die Welt der Gravel-Rennen vorwagt.